Baugenehmigungen

Rückläufiger Trend zu Ein- und Zweifamilienhäusern

25.02.2021

Wohnen und Bauen stehen immer mehr im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Komfort, wachsenden Kosten und den ökologischen Erfordernissen. Das spiegelt sich auch in den Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu neu gebauten Wohnhäusern wider, wo zuletzt die Mehrfamilienhäuser überwogen. Von den insgesamt 288.000 Wohnungen, die von Januar bis November 2020 genehmigt wurden, sollen 169.000 in Mehrfamilienhäusern entstehen, wie Destatis mitteilt. Das entspricht einem Anteil von 59 Prozent. Demgegenüber standen 109.000 genehmigte Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern – ein Anteil von 38 Prozent. Die übrigen Genehmigungen betrafen Wohnheime.

Wie die Statistiker weiter mitteilten, entstanden zwar von den insgesamt rund 256.000 im Jahr 2019 fertiggestellten Wohnungen 40 Prozent in Ein- und Zweifamilienhäusern, doch der Trend in den vergangenen Jahren war rückläufig: Seit 2005 sank der Anteil der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern zugunsten jener in Mehrfamilienhäusern. Im Jahr 2015 entstanden erstmals seit 1997 wieder mehr Wohnungen in Mehrfamilien- als in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Zwei Drittel (66,7 Prozent) aller Wohngebäude hierzulande im Jahr 2019 waren Einfamilienhäuser. Zusammen mit den Zweifamilienhäusern waren es sogar rund 83 Prozent. Der Anteil an Einfamilienhäusern ist in Stuttgart mit 35,4 Prozent am geringsten; es folgen mit jeweils 40,1 Prozent Düsseldorf, Frankfurt am Main und Gelsenkirchen. Die Kreise Aurich (86,1 Prozent), Leer (85,9 Prozent) und Dithmarschen (85,5 Prozent) führen die Liste mit dem höchsten Anteil an Einfamilienhäusern an.

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