Konjunkturelle Aufbruchstimmung

GfK hält Erholung des Konsums in der zweiten Jahreshälfte für möglich

Auch wenn das Abstand-Halten im Handel weiter nötig sein wird, stimmen die ersten Öffnungsschritte die Marktforscher optimistisch.Bildunterschrift anzeigen
Auch wenn das Abstand-Halten im Handel weiter nötig sein wird, stimmen die ersten Öffnungsschritte die Marktforscher optimistisch.
27.05.2021

Die Stimmung der Verbraucher zeigt im Mai mehr Licht als Schatten, interpretiert die GfK die Ergebnisse ihrer Konsumklimastudie im Mai. Die Konjunkturerwartungen steigen auf den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren, die Einkommenserwartungen legen ebenfalls zu. Dagegen erleidet die Anschaffungsneigung nach drei Anstiegen in Folge moderate Einbußen, liegt jedoch noch über dem entsprechenden Vorjahreswert. Dass Öffnungen und eine Abkehr vom strengen Lockdown möglich werden, „beflügelt momentan in erster Linie den Konjunkturoptimismus und sorgt für konjunkturelle Aufbruchstimmung“, meint GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Trotz der bislang vorgenommenen oder angekündigten Öffnungen und Lockerungen sind nach wie vor eine Reihe von Konsummöglichkeiten vor allem in Dienstleistungsbereichen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Dies dürfte momentan eine spürbare Erholung der Anschaffungsneigung bremsen, meint man bei der GfK.

Beträchtliche finanzielle Rücklagen

Die Marktforscher sehen gute Voraussetzungen für eine deutliche Erholung der Konsumstimmung. Durch die Lockdowns verfügen breite Teile der privaten Haushalte über beträchtliche finanzielle Rücklagen. Dies zeigt sich an der gestiegenen Sparquote der privaten Haushalte. Sie ist während der Pandemie auf etwa 16 Prozent gestiegen. 2019 lag sie noch zwischen 10 und 11 Prozent. Somit stehen für mögliche Nachholeffekte beträchtliche Mittel zur Verfügung.

(Quelle: GfK)
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