Neu- und Umbauten in Millionenhöhe

Dehner schließt Blumen-Hotel und Restaurant und baut Zentrale aus

Im Dehner-Blumenpark am Stammsitz in Rain am Lech stehen einschneidende Veränderungen an: Das Restaurant wird geschlossen, die Fläche wird für die Zentrale genutzt.Bildunterschrift anzeigen
Im Dehner-Blumenpark am Stammsitz in Rain am Lech stehen einschneidende Veränderungen an: Das Restaurant wird geschlossen, die Fläche wird für die Zentrale genutzt.
25.06.2021

Dehner schließt sein Blumen-Hotel in Rain am Lech und das À-la-carte-Garten-Restaurant im Blumenpark. Das Bistro mit Selbstbedienung soll nach Angaben des Unternehmens sein Angebot erweitern.

Grund für die Schließungen war nicht nur die Pandemie. Das Hotel- und Gastro-Konzept habe sich wirtschaftlich als nicht mehr tragfähig erwiesen. Auch nach dem Ende der Pandemie erwartet das Unternehmen nicht die erforderliche Auslastung mit Tagungs- und Geschäftsreisenden.

Dehner stellt die Schließungen in einen Zusammenhang mit dem Umbau der Unternehmenszentrale und dem Strategieprogramm „Dehner 2025“. Ziel sei es, bis Ende 2028 eine nachhaltige und zukunftsorientierte Arbeitswelt zu schaffen, die vernetztes Arbeiten im digitalen Zeitalter ermögliche. Dazu gehörten moderne, flexible Büros und Shared-desk-Konzepte, aber auch eine attraktive Gebäudestruktur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Innen- und Außenraum verknüpft. Man wolle künftig deutlich mehr kooperative Flächen für Teamarbeit, Austausch und kreatives Arbeiten bereitstellen.

Die Hotelräumlichkeiten sollen künftig durch Dehner sowohl für Verwaltungstätigkeiten als auch für Konferenzen und Besprechungen genutzt werden, sodass die zusätzliche Anmietung externer Büroflächen entfallen kann. Gleichzeitig soll die Unternehmenszentrale umgestaltet werden. Die freiwerdenden Flächen, so heißt es, dienen dabei als verbindende Elemente zwischen den unterschiedlichen Gebäudeteilen und bieten eine zusätzliche Nutzung von rund 2.800 m². Mit umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten sollen bis 2028 neue Verwaltungsgebäude entstehen.

Daneben investiert Dehner massiv in weitere Bereiche der Infrastruktur, insbesondere in die IT, in Cross-Channel-Aktivitäten und die Erweiterung der Logistikflächen. Die in mehreren Teilschritten geplante Ablösung der bestehenden ERP-Software durch SAP läuft bereits seit Herbst vergangenen Jahres. Der Erweiterungsbau für die Hartwarenlogistik befindet sich derzeit in Planung und soll im Sommer 2025 in Betrieb genommen werden. Außerdem erweitert das Unternehmen seine E-Commerce-Sparte.

100 neue Arbeitsplätze

Die Investitionshöhe der genannten Programme liegt im hohen zweistelligen Millionenbereich. Allein in diesem Jahr sollen noch bis zu 100 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Einkauf, IT, Marketing und Logistik in der Unternehmenszentrale entstehen.

Die Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen
Dehner-Geschäftsführung

Von der Hotel- und Restaurantschließung sind rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. „Die Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen“, wird in der Pressemitteilung die Geschäftsführung zitiert, ohne jedoch einen der Geschäftsführer – neben Mitinhaber Georg Weber sind das derzeit Frank Böing, Hansjörg Flassak und Oliver Haller – namentlich zu nennen. In einer Betriebsversammlung, berichtet die Donauwörther Zeitung, wurde die Belegschaft gestern informiert. Der Zeitung zufolge läuft der Pachtvertrag für das seit rund einem Vierteljahrhundert betriebene Hotel, das Dehner von den Eigentümerinnen aus den Dehner-Inhaberfamilien Weber und Wersing gepachtet habe, noch bis Ende 2028.

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