Studie zeigt verändertes Einkaufsverhalten

Deutsche wollen Besuche im stationären Handel reduzieren

Das Einkaufen vor Ort hat den Studienergebnissen zufolge für viele Menschen an Bedeutung verloren. Bildunterschrift anzeigen
Das Einkaufen vor Ort hat den Studienergebnissen zufolge für viele Menschen an Bedeutung verloren. 
16.07.2021

Der aktuelle „The Shape of Retail“-Report der Beratungsunternehmen Alvarez & Marsal und Retail Economics zeigt, dass die Deutschen ihre Besuche im stationären Einzelhandel dauerhaft um 24,7 Prozent reduzieren wollen. Damit verhalten sie sich im europäischen Vergleich konservativ. 72,9 Prozent gaben an, dass ihr Einkaufsverhalten sich durch die Pandemie gar nicht (53,3 Prozent) oder nur temporär (19,6 Prozent) verändert hat. 64,8 Prozent wollen lokale Geschäfte genauso oft (54,3 Prozent) oder öfter (10,5 Prozent) besuchen. 35,3 Prozent wollen ihre Besuche reduzieren, 16,8 Prozent wollen insgesamt weniger ausgeben. 27,1 Prozent meinen, ihr Einkaufsverhalten habe sich permanent verändert. 6,2 Prozent sehen diese Veränderung in sämtlichen, 20,9 Prozent nur bei bestimmten Produktkategorien. Die Befragten erwarten, dass 25,2 Prozent ihrer Haushaltsausgaben sich dauerhaft auf E-Commerce verlagern werden. Damit liegt Deutschland an letzter Stelle unter den befragten Ländern und unter dem europäischen Durchschnitt (29,9 Prozent).

Nachzügler Deutschland

2019 machten Online-Einkäufe europaweit 12,1 Prozent der Gesamtumsätze aus, 2020 waren es 14,8 Prozent. Für das Jahr 2025 wird ein Online-Anteil von 20,4 Prozent erwartet. Das langsamste Wachstum unter allen Ländern sagt der Report für Deutschland voraus. In Großbritannien wollen 44,1 Prozent der Befragten den stationären Handel künftig seltener aufsuchen. Der Bericht geht davon aus, dass sich dort 33,5 Prozent des Umsatzes bis 2025 im Einzelhandel ins Internet verlagert.

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