Umsatzentwicklung dennoch positiv

Liqui Moly spürt Probleme auf dem Rohstoffmarkt

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Die Zutaten für Motoröle werden knapp. 
13.08.2021

Liqui Moly steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2021 auf 355 Mio. Euro, ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Verglichen mit der Jahreshälfte 2019 liegt der Zuwachs bei 38 Prozent. Mit knapp 66 Mio. Euro im Juni sei der hohe Monatsumsatz im März übertroffen worden, unterstreicht der Öl- und Additivspezialist. Im Juli habe der Wert sogar bei 70 Mio. Euro gelegen. Man profitiere unter anderem davon, dass Motoröle immer anspruchsvoller zu produzieren seien, so der Anbieter. Mancher Ölhersteller könne diesen technologischen Wandel nicht mitgehen.

Der Ertrag liegt im ersten Halbjahr mit 8,2 Mio. Euro über dem des vergleichbaren Zeitraums 2020 (3,6 Mio. Euro), aber spürbar unter den Vorjahren. „Nicht nur, dass viele Rohstoffe immer teurer werden“, so Ernst Prost. „Manche sind kaum noch erhältlich.“ Pandemiebedingt ist der Luftverkehr eingebrochen. Entsprechend geringer ist die Nachfrage nach Kerosin. Da aber Raffinerien aus Rohöl anstelle von Kerosin nicht einfach Heizöl oder etwas Anderes machen können, fahren sie ihre Produktion insgesamt herunter. Zu spüren bekommen das Motorölhersteller wie Liqui Moly, weil die Zutaten für ihre Öle knapp werden. Wenn dann Motoröle produziert wurden, kann es dauern, bis die Ware beim Kunden ankommt. Denn auch Containerplätze auf Frachtschiffen sind rar. „Die Pandemie hat ein über viele Jahre gewachsenes Liefersystem aus dem Tritt gebracht“, sagt Geschäftsführer Ernst Prost. „Wir rechnen mit insgesamt 27 Mio. Euro Kostensteigerung.“

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