EHI-Studie: Stationärer Einzelhandel 2021

DIY-Branche profitiert von Cocooning-Trend und Lockdown-Lockerungen

Die Deutschen wollen es sich in ihrem Zuhause gemütlich machen. Das wirkte sich positiv auf den DIY-Handel aus. Bildunterschrift anzeigen
Die Deutschen wollen es sich in ihrem Zuhause gemütlich machen. Das wirkte sich positiv auf den DIY-Handel aus. 
15.09.2021

Die Top 1.000 stationären Vertriebslinien erwirtschafteten 2020 einen Netto-Umsatz von über 300 Mrd. Euro, das sind fast 60 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes (577,4 Mrd. Euro) in Deutschland. Ein Gewinner ist dabei die DIY-Branche, wie die EHI-Analyse „Stationärer Einzelhandel 2021“ zeigt. Der Bereich Baumarkt ist durch 17 Vertriebslinien in dem Top-1.000-Ranking vertreten. Diese erwirtschafteten über 40 Prozent der Erlöse des 2020 stark gewachsenen DIY-Marktes. Die laut Branchenverband überdurchschnittliche Steigerungsrate von 14 Prozent sei auf die frühen Lockdown-Lockerungen für die Bau- und Gartenmärkte zurückzuführen, unterstreicht das EHI. Außerdem habe der Cocooning-Trend die Menschen motiviert, es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich zu machen. Unter den Top 1.000 befinden sich 176 Filialisten aus der Branche DIY & Einrichten, diese betreiben insgesamt 9.400 Verkaufsstellen und erwirtschaften 15,7 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes der Top 1.000.

Auch wenn das Corona-Jahr dem Onlinehandel einen Boom beschert hat, so ist der Einzelhandel insgesamt dennoch weiterhin durch den stationären Vertrieb geprägt, so das Institut weiter. Die Top-4-Vertriebslinien des stationären Einzelhandels generieren mit 93 Mrd. Euro mehr Umsatz als der gesamte Onlinehandel in Deutschland. Fast alle Top-1.000-Händler besitzen eine eigene Internetpräsenz, knapp 36 Prozent der betrachteten stationären Vertriebslinien bieten dort auch tatsächlich ihre Waren an.

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