Soziale Gerechtigkeit stärker in den Blick nehmen

Fairtrade fordert Nachbesserungen bei EU-Strategie für nachhaltige Textilien

Die neue Textilstrategie umfasst auch Heimtextilien, wie sie etwa in Baumärkten oder dem Möbel- und Dekorationshandel zu finden sind. Die Messe Heimtextil nimmt vor diesem Hintergrund auch das Thema Nachhaltigkeit und Zertifizierungen in den Blick. (Quelle: Messe Frankfurt/Pietro Sutera)
Die neue Textilstrategie umfasst auch Heimtextilien, wie sie etwa in Baumärkten oder dem Möbel- und Dekorationshandel zu finden sind. Die Messe Heimtextil nimmt vor diesem Hintergrund auch das Thema Nachhaltigkeit und Zertifizierungen in den Blick. 
13.05.2022

Mit der „Strategy for Sustainable and Circular Textiles“ hat die Europäische Kommission erstmals eine Strategie für nachhaltige Textilien vorgestellt. Die Siegelinitiative Fairtrade fordert dabei Nachbesserungen: Während Umweltprobleme in der Textilbranche ambitioniert angegangen würden, blieben soziale und ökonomische Aspekte wie kurze Lieferzeiten, Niedrigpreise und einseitige Änderungen von Aufträgen in der Strategie unberücksichtigt, so die Kritik.

„Wir müssen vor allem über gängige Einkaufspraktiken sprechen. Diese lassen aktuell kaum Spielraum für notwendige Investitionen in eine umweltfreundliche Produktion, Arbeitssicherheit oder existenzsichernde Löhne“, sagt Claudia Brück, Vorständin bei Fairtrade Deutschland. Fairtrade fordert die Europäische Union auf, bei sozialen Aspekten nachzuschärfen. „Etwa durch ein starkes europäisches Lieferkettegesetz, das auch kleine und mittlere Unternehmen im Textilsektor abdeckt.“

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