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Internationalität fordert neue Dimensionen

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1999, Nr. 2, S. 3 Kommentar Internationalität fordert neue Dimensionen Um auf dem globalen Markt erfolgreich einzukaufen, muß man nicht unbedingt ein Großunternehmen sein, denn moderne Kommunikation und Organisation haben den weltumspannenden Handel vereinfacht. Aber zum sogenannten “Global Player" wird nur, wer in verschiedenen Regionen nennenswerte Marktanteile hält. Sobald aber ein Unternehmen auf vielen Märkten dieser Welt Präsenz zeigt, ist eine entsprechende Unternehmensgröße erforderlich. Denn nur mit der ausreichend großen unternehmerischen Leistungskraft ist das Erschließen und Bearbeiten der globalen Märkte möglich. Gerade in jüngster Zeit schmieden nun Branchenriesen neue internationale Allianzen, um den globalen Markt aufzuteilen. In manchen Bereichen der Wirtschaft entstehen gigantische Weltunternehmen, erinnert sei an Daimler-Chrysler oder die Fusion von Deutscher Bank und Bankers Trust. Beide Gemeinschaftsunternehmen haben deutsch-amerikanische Wurzeln. In der DIY-Branche spiegelt sich diese Internationalisierung vorläufig noch in kleineren Dimensionen wieder. Der europäische und der amerikanische DIY-Markt scheinen noch klar voneinander abgegrenzt. Ansätze zum Sprung über den Atlantik sind noch von keiner Seite zu erkennen. Um so mehr verstärken die Unternehmen in Europa ihre Bemühungen, den diesseitigen Markt aufzuteilen. Dabei streben sowohl Handel wie auch Industrie nach größeren Einheiten, was sich in Zusammenschlüssen, Übernahmen und internationalen Allianzen ausdrückt, allen voran die Megafusion von Castorama und B&Q im vergangenen Jahr. Besonders die deutschen DIY-Handelsunternehmen haben in den zurückliegenden Jahren reichlich Erfahrungen mit dem Erschließen neuer Märkte gesammelt, beispielsweise in Tschechien, Polen und Ungarn. Allerdings sind unterschiedliche Strategien zu beobachten, um die hohen Aufwendungen für Markteintritt und Anlaufphase mit dem verschärften Wettbewerbsumfeld zu koordinieren. So hatte sich beispielsweise Bauhaus vor Jahren zunächst in Österreich engagiert und sich später Dänemark, Spanien und Tschechien zugewendet. OBI begann das Auslandsengagement in Italien und widmet sich heute darüber hinaus Österreich, Ungarn, Tschechien und Polen. Marktkauf hingegen konzentriert das Auslandsengagement ausschließlich auf den niederländischen Markt. Rewe verzichtete bei der Übernahme der Stinnes-Baumärkte komplett auf die Standorte in Polen, die sich OBI sicherte. Praktiker schließlich…
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