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Das siebte magere Jahr

Die Wohnungsbautätigkeit in Westdeutschland sinkt nach einer Prognose der Landesbausparkassen (LBS) im nächsten Jahr auf das niedrigste Niveau seit Bestehen der Bundesrepublik. Mit rund 180.000 Baugenehmigungen werde der tatsächliche Bedarf an Wohnraum deutlich unterschritten

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Der tatsächliche Neubaubedarf in Deutschland liegt nach Meinung der meisten Experten in diesem Jahrzehnt immer noch in der Größenordnung von jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen. Denn die Zahl der Haushalte steigt nach offiziellen Schätzungen mindestens bis 2015 weiter an. Allein in den beiden letzten Jahren wurden in der Bundesrepublik 660.000 zusätzliche neue Haushalte gegründet. Gleichzeitig verschwinden jedes Jahr fast 100.000 Wohnungen durch Abriss, Zusammenlegung oder Umwidmung vom Markt.
Minus 18 Prozent
In diesem Jahr dürften laut LBS-Prognose in ganz Deutschland nur noch 261.000 (West: 219.000; Ost: 42.000) Wohneinheiten neu genehmigt werden, zehn Prozent weniger als 2001. Für 2003 befürchten die Immobilien-Experten der Landesbausparkassen einen verstärkten Rückgang um 18 Prozent auf dann rund 215.000 (West: 180.000; Ost: 35.000) Baugenehmigungen.
Dass derzeit nur in wenigen Großstädten und Ballungsräumen Wohnungsengpässe zu spüren sind, hat nach den Worten von Verbandsdirektor Dr. Hartwig Hamms nur einen Grund: Die wirtschaftliche Entwicklung bremst die Nachfrage nach Wohnraum. Sobald die Einkommen privater Haushalte wieder steigen, werde die Nachfrage nach Wohnraum aber wieder spürbar anziehen.
Rückgang auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern
Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen sinkt nach LBS-Angaben inzwischen im siebten Jahr in Folge. Vom Rückgang der Bautätigkeit sind alle Bereiche betroffen. Überproportional schrumpft erneut der Geschosswohnungsbau; aber auch der Bau von Eigenheimen (Ein- und Zweifamilienhäuser) ist bereits seit drei Jahren vom Abwärtstrend erfasst. Insgesamt dürfte das Fertigstellungsergebnis im nächsten Jahr noch einmal um zehn Prozent auf dann 250.000 (West: 210.000; Ost: 40.000) Wohneinheiten absinken.
Der weitaus überwiegende Teil der Bautätigkeit entfällt auf Ein- und Zweifamilienhäuser. In ganz Deutschland werden in diesem Jahr nach LBS-Schätzung rund 165.000 Objekte (West: 135.000; Ost: 30.000) fertiggestellt. Im nächsten Jahr dürfte die Zahl auf 156.000 (West: 128; Ost: 28.000 ) sinken.
Der Bau von Wohnungen auf der Etage schwindet dagegen zu einer Restgröße. Alles in allem entstehen in diesem Jahr nur noch 78.000 Einheiten in Mehrfamilienhäusern (West: 70.000; Ost: 8.000).
Auch im Geschosswohnungsbau dominieren Selbstnutzer
Für 2003 sagen die LBS-Experten einen weiteren Rückgang in diesem Segment auf dann 66.000 (West: 60.000; Ost: 6.000) Wohnungen voraus. Anders als bis Mitte der 90-er Jahre ist im Geschosswohnungsbau…
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