Obi Fassade
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Die Fassade des neu eröffneten Obi-Baumarktes im Münchener Westend.
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Obi

Der siebte Streich

Ende August machte im Westend der jüngste Standort von Obi in München auf. Geplant ist aber mehr.
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Gut, das Westend gibt es eigentlich in München gar nicht. Korrekt heißt der zweitkleinste Münchener Stadtbezirk westlich der berühmten Theresienwiese "Schwan­thaler­höhe".  Angelegt wurde der Bezirk als traditionelles Arbeiterviertel. "Dichter Blockbau und zahlreiche Fabrikgebäude dominierten das Straßenbild. Die Luft stank und die Mieten waren günstig. Bald galt es im Volksmund als 'Rossfleischinsel', weil sich seine mittellosen Bewohner kein teures Fleisch leisten konnten", schrieb der Focus im vergangenen Jahr.
Heute ist hier der Ausländeranteil hoch (rd. ein Drittel), das Westend wird aber gleichzeitig schon seit Jahren als möglicher neuer kultureller Hotspot von München gehandelt. Die Mieten sind für München immer noch relativ niedrig, die Wohnbevölkerung gehört mit knapp 30.000 zu den am dichtesten besiedelten Stadtbezirken der bayerischen Landeshauptstadt.
Hier einen Baumarkt betreiben zu können, ist ein lohnendes Ziel. Der Anteil potenzieller Kunden, die zu Fuß oder mit dem öffentlichen Nahverkehr kommen, ist groß. Im Jahr 1996 eröffnete hier der frühere Obi-Franchisenehmer HEV einen rd. 3.400 m² großen Baumarkt. Er war damit einer der zentralsten Baumärkte Münchens. Im Zuge des Ende 2012 beschlossenen Wechsels der HEV-Gruppe zur Hagebau wechselte auch der Aggregatszustand des Standorts von Obi zu Hagebaumarkt. Da der Mietvertrag auslief, wurden die Karten neu verteilt. Über ein Jahr ruhte der Geschäftsverkehr im Baumarkt, erst im Sommer konnte die Obi-Zentrale in Wermelskirchen Vollzug bei den Mietvertragsverhandlungen melden.
Jetzt ist also seit dem 31. August 2015 wieder Obi drinnen, wo vor Jahren schon einmal Obi drauf stand. Den Verantwortlichen um Obi-Vertriebsgeschäftsführer Peter Tepaß ist eine gewisse Genugtuung anzusehen, dass dieser Standort wieder in die Hände von Obi zurückgekehrt ist. Nachdem Deutschlands Baumarktmarktführer vor Jahren durch den Weggang der HEV-Gruppe, die vier Münchenern Familien gehört, schlagartig alle Standorte in und um München verloren hatte, ist man jetzt - auch dank der Pleite von Praktiker und Max Bahr - in der und um die Landeshauptstadt wieder mit sieben Baumärkten vertreten. Das sind aber immer noch neun Standorte weniger, als es in derselben Region Hagebaumärkte gibt. Das wurmt die…
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