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KAL - Die Einsparpotenziale sind riesig

KAL steuert den Einkauf zahlreicher Unternehmen in Asien. Einsparungen von über 50 Prozent sind dabei keine Seltenheit

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„Global Sourcing“ nennt man es heute, wenn man als Händler seine Ware weltweit ordert oder herstellen lässt. Die Preisvorteile, die man durch niedrigere Lohn- und Stückkosten beispielsweise in China erhält, wiegen die entstehenden Frachtkosten bei weitem auf. So lagen bei der Kingfisher Asia Limited (KAL) die Kosteneinsparungen ausgewählter Produkte bei rund 57 Prozent, trotz eines logistischen Mehraufwandes (rund drei Prozent der gesamten Betriebskosten des Unternehmens). Bei Akkuschraubern lag der Kostenspareffekt bei 72 Prozent. Insgesamt, so schätzt KAL, beträgt der jährliche Nettoeinsparwert rund 130 Mio. €.
Global Sourcing ist für Sir Geoff Mulcahy, Vorstandsvorsitzender von Kingfisher, „ein strategischer Motor, um Wachstum in einem zunehmend globalen Markt zu erzeugen“. Dazu gründete Kingfisher 1994 in Hong Kong KAL. Man bestellte Waren für B&Q, Woolworths und Comet, später auch u. a. für Castorama und Brico Depot. Beste Preise, ordentliche Qualität, On-Time-Lieferung – und das jederzeit – war das erklärte Ziel der Manager vor Ort. „Ordentlich“, nicht „gut“, das sei für diese Produktpalette ausreichend, meint auch Andrew Hewett, Geschäftsführer von KAL. Denn schließlich sei man in erster Linie an Handelsmarken und No-Name-Produkten interessiert, da spielt der Preis die erste Geige. Und die Beschaffung in Fernost soll sicherstellen, dass man in den eigenen Baumärkten in Europa und in Asien immer der Marktführer ist, was Eigen- und No-Name-Marken betrifft.
Der Umsatz steigt stetig an
Bis 2001/2002 wuchs der Umsatz von KAL auf rund 504 Mio. € an. In diesem Geschäftsjahr soll der Umsatz trotz des Ausscheidens aus der Beschaffungskette von Woolworths noch einmal um satte 27 Prozent auf 640 Mio. € zulegen. Kein Wunder, dass auch die Zahl der Beschäftigten und Niederlassungen zunahm: 123 in Hongkong, 19 in Shanghai und acht in Shenzen. Allein in Shanghai soll die Zahl der Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren auf 60 steigen. David Chau, Geschäftsführer der neuen KAL-Niederlassung in Shanghais Stadtmitte, freut sich auch auf die kommenden Aufgaben. Denn über die 16-Millionen-Metropole soll der gesamte Einkauf in Nord-China erfolgen. In Asien arbeitet KAL mit rund 500 Industriepartnern zusammen und lässt in 2.000 Fabriken herstellen. Diese Zahl werde aber eher sinken, betont man in Shanghai, da Synergieeffekte bisher noch gar nicht richtig gegriffen hätten. Bisher habe jeder neue KAL-Handelskunde seine bestehenden Handelskontakte mit eingebracht. Jetzt…
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