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Bau 2003: Wachsende Bedeutung

Selten fand die Bau unter so schlechten Vorzeichen statt. Doch bei den Ausstellern schien das eine Art Trotzreaktion ausgelöst zu haben. Denn trotz des verdüsterten Konjunkturhimmels: Die Besucher kamen und die Stimmung war gut

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Nach ruhigem Auftakt zog der Besucherandrang an den folgenden Tagen auf der Bau deutlich an.
Am Montag, dem ersten Messetag, war es ziemlich ruhig in den Hallen der Bau in München. Sei es wegen dem Wetter, wie einige Aussteller meinten, sei es wegen den bescheidenen konjunkturellen Bedingungen. Doch die übrigen Tage war die Messe gut besucht. Viele der Aussteller reagierten auf die eher verhaltenen Vorzeichen mit einem „Jetzt erst recht“. Nicht mehr klagen, sondern anpacken, meinte einer der Aussteller.  Nicht mehr nur auf die Konjunktur starren wie ein Kaninchen auf die Schlange, sondern dort handeln, wo man handeln kann.
Dennoch: Am Ende lautete die Bilanz der Messe: 180.000 Fachbesucher und das entspricht trotz allem einem Minus gegenüber 2001 von acht Prozent. Die Qualität der Fachbesucher sei dagegen gestiegen.
Kurze Wege und klare Gliederung der Produktbereiche: Das kennzeichnete die Bau auch in diesem Jahr.
International gestärkt
International habe die Messe weiter an Bedeutung gewonnen, so der Veranstalter. Während der sechs Messetage kamen über 30.000 ausländische Besucher aus mehr als 100 Ländern (2001: 90 Länder), um sich über die neuesten Trends und Innovationen der europäischen Bauwirtschaft zu informieren. Die Zahl der ausländischen Besucher ist damit nochmals um mehr als neun Prozent angestiegen. Deutlich erhöht hat sich insbesondere die Zahl der außereuropäischen Besucher. Erhebliche Zuwächse gab unter anderem aus China, Japan, den USA, Israel, der Türkei und Russland. Die Türkei kletterte im Ranking der Top-Besucherländer bis auf Rang vier. Starke Zuwächse waren auch aus Spanien und Großbritannien zu verzeichnen, beides Länder, in denen die Baukonjunktur derzeit eine dynamische Entwicklung nimmt. Weniger Besucher kamen dagegen aus Österreich, Italien und der Schweiz – in diesen Ländern befindet sich die Bauwirtschaft, ähnlich wie in Deutschland, in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Den Rückgang bei den deutschen Fachbesuchern wertet der Veranstalter als „weniger stark als befürchtet“. Der Besuch in der gegenwärtigen Lage habe sich als relativ stabil erwiesen.
BSV, der Fensteranbieter aus Dernbach.
Erwartungen Richtung Ausland
Entsprechend der Struktur der Besucher gestalten sich auch die Erwartungen der Aussteller an die künftigen Geschäftsentwicklungen. So weckte die hohe Zahl der ausländischen Besucher positive Erwartungen in das Auslandsgeschäft, während die Binnennachfrage von den Ausstellern weiter pessimistisch beurteilt wird. Dass…
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