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Pilgerreise nach Pulheim

Knauber hat in Pulheim bei Köln seinen neuesten Markt eröffnet. In ihm zeigt das Bonner Unternehmen erstmals seine neue Handelsphilosophie
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Nein, meine Methode ist es nicht, aus einem Haar (in der Suppe) einen ganzen Zopf zu flechten. Auch wenn im Rahmen des IVG-Branchentreffs auf der Gafa/Spoga Erwin Meier jun., engagierter und überaus sympathischer Betreiber eines Gartencenters im schweizerischen Tann, als Gastredner seine Zuhörer massiv dazu aufforderte, denn nur durch Kritik, und er meinte in erster Linie negative Kritik, entwickle sich der Mensch weiter. Und er rief auch gerade die Journalisten dazu auf, ähnlich wie Restaurantkritiker mit deutlich spitzerer Feder als bisher zu Werke zugehen, wenn man über neue Gartencenter (oder Baumärkte) schreibt. Dabei ist doch Kritik eigentlich wertneutral und beinhaltet sowohl positive wie negative Elemente. Das griechische Ausgangswort „kritiké“ heißt denn auch soviel wie „Die Kunst der Beurteilung“ und nicht „Die Kunst der Fertigmachens“.
Die drei Einkaufswelten leuchten weithin: Der neue Knauber-Markt in Pulheim von außen.
Es bleiben also Zweifel, ob man quasi durch Überhöhung einzelner, vielleicht nicht ganz gelungener Aspekte oder Teile eine wirkliche und langfristige Verbesserung erzielt, auch wenn manche Unternehmen scheinbar nur mit dieser Methode „führen“. Dennoch, gleich am nächsten Tag nach Meiers Vortrag, dem letzten Gafa/Spoga-Messetag in Köln, bestand die Möglichkeit der Überprüfung seiner These. Knauber hatte eine Woche vor Eröffnung zu einem Rundgang durch seinen neuen, größtenteils fertig gestellten Markt in Pulheim bei Köln geladen.
Der geneigte Leser wird entgegnen, dass die Überprüfung der Meier’schen Aussage anhand eines Knauber-Marktes von vorn herein unfair sei. Mag sein. Aber: Will seine These richtig sein, so muss sie sich auch mit dem Ende des Bewertungsmaßstabes messen lassen, an dem normalerweise die Höchstpunktzahlen vergeben werden, wo das Triple A droht. Vorneweg gesagt: Der Pulheimer Knauber Markt wird wieder einmal Pilgerziel vieler Baumarktkenner werden, so sehr ist er gelungen.
Viel Ausstellungsfläche: Die 182 Meter lange Galerie.
Für die Baumarktbranche in Deutschland ist es ja kein Geheimnis, dass mittelständische Unternehmen sich in einem fast gnadenlos zu nennenden Wettbewerb mit den großen Filialisten, Franchisern und Kooperationen befinden. So auch Knauber, der kleine, aber feine Baumarktbetreiber aus Bonn. Wie können sich solche Unternehmen im Konzert der Großen behaupten? Wie können sie ihr eigenes Profil zeigen? Wie halten sie im Wettbewerb zwischen Preis- und Rabattschlachten auf der einen und Einkaufs- und…
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