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Der Grat zum Erfolg ist schmal

Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel und Wilfried Bonin von Knauber zum Thema „Familie“, zu effizienten Prozessabläufen und zu Expansionsplänen
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diy: Herr Bonin, Sie sind jetzt rund 100 Tage im Amt als neuer Geschäftsführer der Knauber Freizeit GmbH & Co. KG. Mit welcher Erwartungshaltung sind Sie im Oktober letzten Jahres von Tchibo in Hamburg nach Bonn gewechselt?
Wilfried Bonin: Ich wollte an der Front stehen, direkt etwas mit Filialen zu tun haben und eher umfassend gestalterisch tätig sein. Das neue Unternehmen musste eine entsprechende Führungsstruktur haben, also Rahmenbedingungen schaffen oder anbieten, damit sich Mitarbeiter auch entwickeln können; dazu nur ein Schlagwort „Fördern durch fordern“. Der Begriff „Familie“ ist bei dm und Tchibo in der Unternehmenskultur ja nicht so bedeutend. Das ist bei Knauber ganz anders und spielt hier keine nur vordergründige Rolle.
Ich habe mir bei meiner Entscheidung pro Knauber Zeit gelassen, wie sich auch Frau Dr. Knauber-Daubenbüchel bei Ihrer Personalentscheidung Zeit gelassen hat. Seit Mai 2003 standen wir ja im gegenseitigen Kontakt. Dass meine Wahl auf ein Handelsunternehmen aus der DIY-Branche fiel, ist dabei eher Zufall.
Wollen mit Knauber expandieren: Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel und Wilfried Bonin.
diy: Frau Dr. Knauber-Daubenbüchel, Familie, ist das in Bezug auf Ihr Unternehmen für Sie Motivation oder manchmal auch ein Hemmschuh?
Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel: Familie ist für mich immer positiv besetzt. Aber, man muss natürlich immer auch Abmachungen treffen und Grenzen setzen können.
Als Familienunternehmen müssen wir offen sein für Veränderungen. Aber alle Fürsorge nutzt nichts, wenn man dabei die Unternehmensstrategie, die klare Linie verwässert.
diy: Machen Sie deshalb bei den Rabattkämpfen, die zur Zeit stattfinden, nicht mit?
Bonin: Die augenblicklich laufenden Rabattaktionen sind überhaupt nicht mehr kundenorientiert, sondern primär gegen den Wettbewerber im Markt gerichtet. Der Auftrag von Knauber ruht dagegen auf drei Säulen: 1. Wir haben einen Versorgungsauftrag. 2. Wir sind Ideenlieferant für unsere Kunden. 3. Wir entwickeln unsere Mitarbeiter permanent in Richtung Kundenorientierung weiter. Das sind die Eckpfeiler unseres wirtschaftlichen Handelns!
diy: Aber im Bereich Service schlafen ja Ihre Wettbewerber auch nicht gerade.
Bonin: Deshalb müssen wir immer einen Tick schneller, deshalb müssen wir immer ein Quäntchen besser sein! Und dann kommt noch die Qualifikation unserer Mitarbeiter hinzu. Das Orchester muss perfekt zusammen spielen. Man braucht gute Solisten, diese müssen sich aber auch im Gesamtorchester einpassen. Dann wird die…
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