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Trend zu dunklen Tönen

Auch der Parkettabsatz leidet unter der Baukonjunktur. Für 2004 geht der Verband der Deutschen Parkettindustrie von einem erneuten Rückgang beim Inlandsverbrauch aus

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Die Marktentwicklung beim Absatz der unterschiedlichen Parkettarten lässt sich von der allgemeinen Baukonjunktur nicht trennen. Diese befindet sich nunmehr im neunten Jahr in einer rückläufigen  Entwicklung.
Allein in den letzten drei Jahren, merkt der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie, Hermann Wegelt, an, ist die Bauproduktion in Deutschland um mehr als 19 Prozent zurückgegangen. „Besonders betroffen ist unsere Branche“, so Wegelt, „dabei von dem rückläufigen Wohnungsbau.“ Seien zwischen 1998 und 1999 noch mehr als 400.000 neue Wohnungen erstellt worden, so ging die Zahl kontinuierlich zurück und erreichte 2003 nur noch rund 268.000 Einheiten, was einem Rückgang von mehr als 35 Prozent entspricht. „Auch für das laufende Jahr ist mit keiner Verbesserung zu rechnen“, so Wegelt weiter, „nachdem die Zahl der erteilten Baugenehmigungen im ersten Halbjahr nochmals um vier Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresergebnis lag.“ Im für die Parkettindustrie besonders wichtigen Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser betrug der Rückgang mehr als 27 Prozent. „Dieser starke Rückgang bei der Erstellung neuer Wohnungen“, analysiert Wegelt,  „kann trotz einer ständigen Steigerung durch den Renovierungsmarkt – dessen Anteil inzwischen auf rund 70 Prozent geschätzt wird – nicht vollständig ausgeglichen werden.“
Dennoch geht die Parkettindustrie nach vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2004 von einem inländischen Parkettabsatz von rund 19 Mio. m² aus. Damit läge dieser nur um zwei Prozent unter dem Parkettverbrauch des Vorjahres. „Parkett“, ist sich Wegelt sicher, „wird damit seinen Marktanteil an dem insgesamt sicher deutlich rückläufigen Bodenbelagsmarkt weiter verbessern.“
Bezogen auf die einzelnen Parkettarten ergeben sich allerdings deutliche Unterschiede. Während das einschichtige Massivparkett deutliche Rückgänge zu verzeichnen hat, nimmt der Anteil von Mehrschichtparkett weiter zu.
Für Stabparkett rechnet der Verband mit einem Verbrauch von 2,7 Mio. m². Das entspricht einem Rückgang von 0,4 Mio. m² gegenüber 2003. Auch bei Mosaikparkett liegt die produzierte Menge nach den Zahlen des Verbandes der deutschen Parkettindustrie mit 1,7 Mio. m² niedriger als im Vorjahr, als noch 2,5 Mio. m² hergestellt wurden.
Dagegen wird bei Mehrschichtparkett (3-Schicht-, 2-Schichtparkett sowie „Landhausdielen“) mit einer Gesamtmenge von 14,7 Mio. m² gerechnet, 0,9 Mio. m² mehr als 2003.
„Nach dem Ergebnis einer aktuellen Umfrage in der Bauwirtschaft wird für…
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