diy plus

Volle Stände auf halber Messe

Die Bilanz der ersten Spoga ohne Gafa fällt im Grundton optimistisch aus. Aber das Fehlen der Gafa hat sich bemerkbar gemacht

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Auch wenn die Kölnmesse in ihren Mitteilungen beharrlich von einer „Erweiterung des Angebots im Bereich ‚Lifestyle im Garten’“ spricht: Das war keine Spoga mit mehr Produktbereichen, sondern eine Spoga/Gafa ohne Gafa. Das Für und Wider ist vor der Messe ausgiebig diskutiert worden. Wie fällt nun die Bilanz aus?
Die Grundstimmung war sicherlich optimistisch. Wirklich gejammert hat keiner der von der Redaktion befragten Aussteller. Im Gegenteil: Die von der Messe konstatierte positive Grundstimmung wird von den Aussagen bestätigt. In den Gartenmöbel-Hallen war häufig zu hören: „Wir haben einen vollen Stand.“ Das galt auch am ersten Messetag, als die Besucherströme noch nicht besonders groß waren. Nach einem belebten Montag gab es auch am Dienstag, dem letzten Messetag, ebenfalls wieder kein Gedränge auf Gängen und Ständen.
Andererseits hieß es auch in den Spoga-Hallen: „Man merkt, dass die Gafa nicht stattfindet.“ Und in der Tat haben sich die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr auch glatt halbiert. Rund 24.000 lautet die von der Kölnmesse veröffentlichte Zahl. Gerade die Aussteller in den Hallen, die sonst an die Gafa angrenzen, haben das an der Standfrequenz zu spüren bekommen.
Das Fehlen der Gafa hatte Auswirkungen auf die Besucherzahlen: Rund 24.000 Fachbesucher haben sich auf der Spoga informiert.
Aber die Qualität der Besucher hat gestimmt, die richtigen Leute waren also da – und die hatten oft einfach mehr Zeit. Auch das ist ein Effekt davon, dass praktisch nur die halbe Messe stattgefunden hat. Und man hat auf den Ständen registriert, was die Besucherstatistik der Messegesellschaft bestätigt: Die Internationalität der Fachbesucher ist weiter gestiegen.
Doch natürlich hat es daneben auch deutlich kritische Stimmen gegeben. So werden beispielsweise große Unternehmen aus den Reihen der Spoga-Aussteller auch auf einen Zweijahresrhythmus als Aussteller übergehen – und zwar immer parallel zur Gafa.
Will man die Stimmung auf der Messe wiedergeben, darf man wohl speziell in diesem Fall gerade die Stimmen und Signale nicht überhören und übersehen, die sich auf der Messe nicht gezeigt haben – eben weil die Gafa in diesem Jahr nicht stattgefunden hat. So haben bedeutende Hersteller in unmittelbarer Nähe während der Messe ihre eigenen Informationsveranstaltungen abgehalten – in gewisser Weise auch ein Kommentar.
Die Internationalität der Besucher ist weiter gestiegen.
Der Trend weg von den Messen ist freilich nicht neu. „Messen sind nicht mehr trendy“, hat…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch