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Internethandel: Der Kunde im Mittelpunkt

Was der „stationäre Einzelhandel“ vom „Internetvertrieb“ lernen kann

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Die Zeit für den „stationären Einzelhandel“ ist reif, von der Erfolgstory „Internetvertrieb“ zu lernen. Die Internetverkäufer sprudeln nur so vor Vermarktungsideen und neuen Nutzen für den Kunden. In vielen Fällen erkennt heute ein Internetkäufer schon so deutliche Alleinstellungsmerkmale beim Onlineanbieter, dass es wenig Sinn macht, in Geschäfte zu gehen. Dort kann das Personal ja auch meist weder qualitativ noch quantitativ die Erwartungen erfüllen. Womöglich noch nach Karstadt, wo morgen die Buchhalter den Verkauf retten sollen?
Warum sollte ich noch in ein Reisebüro gehen? Bei mir im Norden machen die genauso wie die Postfiliale immer ihre „wohlverdiente Mittagsruhe“. Immer dann, wenn ich gerade mal Zeit hätte etwas zu erfragen oder gar zu kaufen. Weshalb die Bahn im Reisebüro buchen? Bis die im Reisebüro alles gefunden haben, was ich alternativ suche, bin ich online schon fertig – und das immer dann, wenn ich Zeit für so was habe (nämlich abends).
 
Ewald W. Schneider
Noch schlimmer ist es mit der Flugbuchung. Früher kam man um die Lufthansa mit ihren horrenden Preisen kaum herum. Heute reise ich mit Easyjet zu sagenhaft guten Preisen. Die heißen nicht nur Easyjet, die sind auch in jeder Beziehung easy. Die Webside ist einmalig easy und obendrein noch super kundenfreundlich. Natürlich mit diversem Zusatznutzen. So kann ich direkt in London-Gatwick den Zug zu ermäßigten Preisen mitbuchen. Und um sicher zu sein, dass ich auch wirklich das beste Angebot bekomme, klicke ich eben mal „billigflugzentrale.de“ an. Dieser Webanbieter vergleicht mir vorsichtshalber die Billig-Airlines noch einmal. Toll sind auch die Nutzen des Onlinebuchhändler „www.amazon.de.“ Warum sollte ich mich auf den beschwerlichen Weg zum Buchhändler machen? Um mir sagen zu lassen, dass ich leider keine Leseprobe nehmen könne, weil das Buch ja eingeschweißt sei? Warum sollte ich dem Wunsch des Händlers entsprechen und morgen wiederkommen, wenn dessen Großhändler geliefert hat? Bei Amazon geht das auch alles ganz easy.
Oder nehmen wir das Beispiel Videothek. Warum sollte ich „Grufty“ mit meinen 54 Lenzen in einen Shop gehen, wo das Durchschnittsalter der Kunden so um die 19 ist und ich von rücksichtslosen Rauchern belästigt werde. Da fühle ich mich nicht wirklich zu Hause. Da öffne ich lieber ein Fläschchen Rotwein (gekauft beispielsweise bei www.wein-sonderposten.de) und surfe abends in Ruhe beim DVD-Onlineverkäufer Netleih „www.netleih.de.“ Ich kann mir aus Tausenden von Titeln eine…
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