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Der grüne Riese

Landgard hat ein Jahr der Veränderungen und der Expansion hinter sich. Jetzt will man verstärkt die Baumarkt-Gartencenter als Kunden gewinnen

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Seit dem 2. März 2006 prägt ein neuer Name das Geschäft mit Blumen und Pflanzen in Deutschland: Die rund 2.000 Mitglieder der NBV/UGA haben sich auf ihrer Hauptversammlung entschlossen, ihr sperriges Kürzel zugunsten eines neuen Namens aufzugeben und ihre genossenschaftliche Vermarktungsorganisation griffig Landgard zu nennen.
Der Umbenennung ist eine rasante Entwicklung mit zahlreichen Fusionen vorausgegangen – der Vorstandsvorsitzende Willi Fitzen hat 2005 als „das Jahr der Veränderungen“ bezeichnet. Im Zuge von insgesamt zehn Fusionen in den vergangenen Jahren ist Landgard zu ihrer jetzigen Größe angewachsen. Den Kern des Vermarktungsunternehmens bilden die Niederrheinische Blumenvermarktung (NBV), Neuss, und die Union gartenbaulicher Absatzmärkte (UGA), Straelen, zwei traditionsreiche Erzeugerorganisationen, die sich 1999 zur größten gartenbaulichen Absatz- und Vermarktungsorganisation zusammengeschlossen haben. Im vergangenen Jahr hinzugekommen sind dann unter anderem Nordwest-Blumen, Wiesmoor, mit dem Tochterunternehmen Flora 3000, Magdeburg, und Fleurfrisch, Stuttgart. Unter dem Dach der Landgard eG sind als operative Gesellschaften die Landgard Blumen und Pflanzen GmbH, Straelen-Herongen, und die Landgard Obst & Gemüse GmbH & Co. KG angesiedelt.
Vom Umsatz in Höhe von rund einer Mrd. † im Jahr 2005 entfielen rund 820 Mio. † auf Blumen und Pflanzen (diy berichtete). Davon wiederum gingen 645 Mio. † auf das Konto der Topfpflanzen. Ein Teil wird über die tägliche Topfpflanzenversteigerung in Geldern-Lüllingen vermarktet, der einzigen ihrer Art in Deutschland. Vor allem Großhändler im Bereich Floristik und Fachhandel kommen „an die Uhr“, also zur Versteigerung. Diese Kundengruppe wird außerdem durch die inzwischen 30 Abholmärkte angesprochen. Seit 2002 ist die Organisation mit einem Markt in Wien vertreten, seit 2005 auch in Prag.
Wesentlich ausbauen will Landgard nun ihr Geschäft mit dem organisierten Handel. Baumärkte und Gartencenter spielen dabei eine besondere Rolle. Seit Oktober 2005 kümmert sich Robert Kleinschnitker als Geschäftsführer um diesen Bereich. Der frühere Geschäftsführer von Nordwest-Blumen ist mit der Fusion an den Niederrhein gewechselt.
Die Aktivitäten für den Absatz in den großflächigen Handel werden bei Landgard im Unternehmensbereich Vertrieb zusammengefasst. Die Kunden aus dem LEH, dem DIY-Handel und den Gartencentern erwarten ein hohes Maß an Dienstleistungen. Während die Großhändler, die ihre Ware an der Uhr ersteigern…
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