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Wer im Glashaus sitzt ...

...ist noch lange kein Gartencenterbetreiber. Ikea steigt nicht in großem Stil in den grünen Markt ein. Doch es lohnt sich, genau hinzuschauen.
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Download: Wer im Glashaus sitzt ... (PDF-Datei) Es kann Entwarnung gegeben werden: Ikea eröffnet keine Gartencenter. Seitdem vor etwas mehr als einem Jahr erste Gerüchte aufgekommen waren, der schwedische Möbelriese und Einrichtungstrendsetter wolle nun auch ins Gartengeschäft einsteigen - was das Unternehmen dementiert hat -, ist das Thema immer wieder durch Diskussionen und Veröffentlichungen in der grünen Branche gegeistert. Seit Mitte Dezember, als die beiden deutschen Pilotstandorte Oldenburg und Rostock ihre Pforten geöffnet haben, weiß man: Das "Glashaus", wie das Konzept firmenintern heißt, hat wenig mit einem Gartencenter zu tun. Und das soll es auch nicht. "Es geht uns nicht darum, ein Gartencenter aufzumachen oder Gartencentern Konkurrenz zu machen", stellt Helga Klinkert klar, die im Gesamtkonzern für das Glashauskonzept zuständig ist. Es gehe dem Unternehmen vielmehr um das Thema Heimeinrichtung auch mit Pflanzen. Und das Zuhause endet in den Augen des Möbelhaus-Marktführers auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Wintergarten. Der Garten im eigentlichen Sinn gehört nicht dazu. Konkret bedeutet das allerdings natürlich schon, dass Ikea in einigen Gartencenter-relevanten Sortimenten wildert, an erster Stelle beim lebenden Grün. Rund 400 Produkte sind in Oldenburg und Rostock neu hinzugekommen, darunter allein 200 Pflanzen. Vor allem um große Zimmer- und Kübelpflanzen ist das Angebot aufgestockt worden. Sie werden komplett über einen niederländischen Lieferanten bezogen. Parallel dazu wurden mehr Pflanzgefäße und hier natürlich wieder vor allem großvolumige Produkte ins Sortiment genommen. Da die Entwicklungszeit für das Glashauskonzept nur ein Jahr betrug und damit auch für Ikea-Verhältnisse ungewöhnlich kurz war, hat man bei der Beschaffung der neuen Artikel auf von der Industrie angebotene Produkte zurückgegriffen. Nach zwei Jahren wird sich das geändert haben: Dann geben die Schweden wie bei allen anderen Sortimenten auch das Design vor. Neu im Angebot sind auch Schnittblumen. Es werden außer an typischen Blumenanlässen wie Valentinstag oder Muttertag allerdings keine floristischen Sträuße angeboten, sondern lediglich sortenreine Zehnerbündel. Auch ein großes Angebot an künstlichen Blumen wird vorgehalten. Nicht erweitert wurde das Gartenmöbelsortiment, das man künftig möglicherweise nicht nur in der Saison anbieten wird. Doch alles andere, was ein Gartencenter zum Gartencenter macht, fehlt: keine Erden, keine Dünger, keine Sämereien, keine…
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