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Stimmungsbarometer der Branche

Die Bau 2009 in München findet vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Krisenstimmung statt. Doch Dieter Schäfer, Vorsitzender des Ausstellerbeirates der Bau, sieht noch andere „Mechanismen der Konjunkturverhinderung"...
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Er sei bereits mehrfach gefragt worden, ob inzwischen Aussteller ihre Teilnahme an der Messe storniert hätten, berichtete im Vorfeld der Bau ein Sprecher der Messe München. Der winkte jedoch entschieden ab – Stornierungen gebe es keine. Im Gegenteil, die Messe sei voll ausgebucht. Doch die Frage allein zeigt die Verunsicherung auch in dieser Branche. Das ließ auch Dieter Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG und Vorsitzender des Ausstellerbeirates der Bau anlässlich der internationalen Pressekonferenz in München durchblicken. Es stehe außer Frage, so Schäfer, dass sich die wirtschaftliche Stimmung seit der Anmeldung der Ausstellungsteilnehmer für die Bau 2009 verschlechtert habe. „Die in den letzten Monaten, insbesondere aber in den letzten Wochen eingetretene Banken- und Börsenkrise wird sich voraussichtlich auch auf die Entwicklung des Baugeschäfts nicht nur in Europa, sondern weltweit negativ auswirken", meinte Schäfer. Vor diesem Hintergrund rechnet er der Bau eine besondere Bedeutung als Stimmungsbarometer zu. Es sei die Frage, so Schäfer, inwieweit es gelinge, durch innovative Produkte und neue Konzepte dem zögerlichen Investitions- und Renovierungsverhalten der Verbraucher entgegenzuwirken. „Wir alle wissen, dass die derzeitige Situation schwierig ist und Aussagen über das Jahr 2009 auch vom weiteren Verlauf der weltweiten Finanzkrise abhängen." Doch die öffentliche Diskussion wird auch bestimmt durch Schlagworte wie Klimakatastrophe, CO²-Ausstoß und Nachhaltigkeit. Und insbesondere diese umweltrelevanten Themen werden auf der Bau auch in den Fordergrund gerückt, zum Beispiel der Bereich „Energieeffizientes Bauen". Dieser, so Schäfer weiter, sei geradezu dafür prädestiniert, Möglichkeiten für eine Trendwende aufzuzeigen. „Bedenkt man, dass zwei Drittel des Immobilienbestands in Deutschland älter als 25 Jahre sind, stellt die energetische Sanierung dieser Gebäude eine zentrale Aufgabe dar", stellt Schäfer klar. Hinzu kommt, dass heute bereits mehr als 60 Prozent der Investitionen in der Baubranche in bestehende Gebäuden erfolgen. Doch neben Finanzkrise und der Kaufzurückhaltung der Verbraucher sieht Schäfer noch andere „Mechanismen der Konjunkturverhinderung". Bereits seit Jahren würden die politischen Entscheidungsträger die Position des Eigenheimbauers bzw. des Vermieters verschlechtern. „Hinzu kommt, dass Vorschriften sowie das Genehmigungsverfahren für Neu…
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