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Kerngeschäft legt zu

Die Gartencenter in Deutschland haben ihre Umsätze im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent gesteigert. Nicht recht in die Gänge kommt das Online-Geschäft.
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Die Gartencenter in Deutschland haben im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs in Höhe von 1,7 bis 1,9 Prozent erzielt. Diese Zahl nannte Eckhard Heinemann, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Garten-Center (VDG), am Rande der Wintertagung des Verbandes in Dortmund. Die Entwicklung war allerdings sowohl im Saisonverlauf als auch in Bezug auf die einzelnen Warengruppen und die Betriebsformate sehr unterschiedlich. Im Frühjahr haben die Gartencenter ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahresgeschäft verzeichnet. „Das hat sich Mitte Mai schlagartig geändert“, sagte Heinemann. Grund war das schlechte Wetter im Sommer. Dank des sonnigen Herbstes und des guten Weihnachtsgeschäfts blieb am Ende jedoch ein Plus. Hohe zweistellige Zuwachsraten bescherte das Segment Grill dem Handel. Bei Gartengeräten verlief die Entwicklung den Angaben zufolge „extrem unterschiedlich“. Das Erdensortiment hat zugelegt, ebenso die meisten Produktgruppen für Gartenbedarf. Der Dekobereich hat „im Großen und Ganzen“, wie es hieß, gewonnen. Rückgänge gab es dagegen in einigen Segmenten des Kernsortiments Pflanze. So wurden im Bereich Beet und Balkon einstellige Verluste verzeichnet. Leicht gelitten haben der Darstellung zufolge auch die Baumschulsortimente. Ein Plus verzeichneten Zimmerpflanzen, die Floristik hat stagniert. Bei den einzelnen Betrieben gab es im Vergleich zu früheren Jahren deutlich stärkere Ausschläge nach unten und oben, berichtete Heinemann. Viel Aufmerksamkeit hat der vor einem Jahr gestartete Online-Shop beansprucht, der im Franchiseverfahren von derzeit 20 Gartencenterbetreibern und der Service-GmbH des VDG betrieben wird. Die Erwartungen wurden allerdings nicht erfüllt. Daraus hat man Konsequenzen gezogen und den Shop umgestaltet. VDG-Geschäftsführer Peter Botz sprach von einem Neustart. Die Kaufbereitschaft der Kunden im Netz sei zu gering gewesen, sagte er. „Wir gehen jetzt wesentlich emotionaler heran“, beschrieb Botz den Auftritt, mit dessen Überarbeitung eine Agentur beauftragt worden war. Auch das Shopkonzept, das bislang die jeweiligen Websites der beteiligten Gartencenter in den Vordergrund gestellt hat, wurde geändert. Man setzt nun im Schwerpunkt auf die Adresse www.olerum.de. Außerdem nutzt man die Internetplattform von Amazon. Aktuell bietet der Shop 3.700 Artikel an, im Laufe des Jahres soll diese Zahl auf 5.000 steigen. Zu jedem einzelnen Artikel wird ein Gartencenter als stationäre Einkaufsstelle empfohlen. Profilieren will man sich vor allem…
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