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Des Marktführers neues Gewand

Obi wechselt zwar nicht von Orange auf Grün, entdeckt aber dennoch den Sexappeal der Lieblingsfarbe der Alternativen.
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Die vierspurige B10 ist quasi der Zubringer zum neuen Obi-Flaggschiff in Göppingen. Der rund 13.500 m² große Baumarkt öffnete am 19. März seine Tore – und seine sogenannte Green Building-Bauweise soll der Standard sein für alle zukünftigen neue Obi-Standorte. Grün sind zukünftig alle Obi-Standorte also. Wer das Green Building-Zertifikat der Europäischen Kommission erhalten will, der muss den in der Energiesparverordnung EnEV vorgeschriebenen Energiebedarf um mindestens 25 Prozent unterschreiten. Der Göppinger Obi-Markt schafft sogar 28 Prozent. Die Energiekosten werden sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln“, ist sich Franz-Peter Tepaß, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland bei Obi, sicher. Und weiter: „Es wird Standorte geben, da werden die Mieten geringer sein als die Energiekosten“. Das energetische Einsparergebnis wurde erreicht durch Maßnahmen wie eine optimierte Gebäudehülle, modernste Beleuchtungstechnik, Einsatz eines Blockheizkraftwerkes zur Gewinnung von Wärme und Strom sowie durch eine verbesserte Lüftungstechnik mit hoher Wärmerückgewinnung. Für den Gießwasserbedarf des rund 5.000 m² großen Gartencenters wird Regenwasser genutzt, das in einer Zisterne mit 80.000 Litern Inhalt gesammelt wird. Durch mehrere Wasserzähleinrichtungen für die einzelnen Nutzbereiche ist eine transparente Übersicht der Trinkwasserverbräuche möglich, so dass bei übermäßigem Trinkwasserverbrauch die Ursache ermittelt, analysiert und behoben werden kann. Bei der Elektrotechnik werden u. a. nur Beleuchtungskörper der neuesten Generation – Leuchtstofflampen in T5-Technik mit dimmbaren Vorschaltgeräten – eingesetzt. Gesteuert wird die Beleuchtung über tageslichtabhängige Sensoren, so dass der Anteil von Kunstlicht bei ausreichendem Tageslicht automatisch reduziert wird. In den Büros, Nebenräumen und WC-Anlagen werden Präsenzmelder eingesetzt, damit die Beleuchtung nur in Funktion ist, wenn die Bereiche tatsächlich aufgesucht werden. Der neue Obi-Markt in Göppingen wurde auf einem Gelände errichtet, das in großen Teilen fast sieben Jahre lang wirtschaftlich nicht mehr genutzt wurde. Im Mai 2005 musste der Laubholzsäger, Parketthersteller und Holzhändler Johann Weber GmbH & Co KG Insolvenz anmelden. Seitdem fristete das riesige Areal ein Dornröschenschlaf, bis der örtliche Möbel-Platzhirsch Rieger das gesamte Gebiet kaufte und Einzelhandelsunternehmen anbot. Bauhaus soll, so heißt es, bereits den Füller gezückt haben, doch letztendlich erhielt Obi den Zuschlag. Rieger…
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