diy plus

Kassenstudie

Das Gesicht des Handels

Die Kasse ist einer der zentralen Schnittstellen des Handels zu den Kunden. Vor allem durch neue Technologien wird sich deren Funktionalität in den kommenden Jahren spürbar verändern. Vor allem Touchscreens, so eine Studie des EHI Retail Institute, werden wichtiger. Und: Die Kasse wird mobiler.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Die Gesamtzahl der Kassensysteme im deutschen Einzelhandel stagniert seit der ersten Erhebung des EHI Retail Institute 1997. Diese augenscheinliche Stabilität ist jedoch irreführend. Denn in den letzten Jahren, zeigt die Studie, hat es insbesondere bei der Verteilung der Kassen innerhalb der Branchen und der Anzahl der Outlets, in denen die Kassensysteme ihren Dienst verrichten, starke Verschiebungen gegeben. Rund eine Million Kassen waren 1997 in rund 639.500 Geschäften installiert. Dies ergibt einen Schnitt von 1,6 Kassen pro Geschäft.
Die gleiche Anzahl an Kassen war 2013 in 565.000 Betrieben im Einsatz. Damit ergibt sich rechnerisch aktuell ein Schnitt von 1,8 Kassen pro Outlet. Die Steigerung der durchschnittlichen Anzahl von Kassen pro Outlet wird durch das Flächenwachstum sowie der Rückgang kleinerer Einzelhandelsläden erklärt.Befragt nach Optimierungspotenzialen beim Kassieren, sehen die Entscheider vor allem in der effizienteren Abwicklung unbarer Bezahlverfahren großen Verbesserungsbedarf. Konkret sind 57 Prozent der befragten POS-Verantwortlichen mit der Geschwindigkeit der Kartenzahlung unzufrieden. Für die Zukunft wird dennoch eine weitere Erhöhung des Anteils unbarer Bezahlung angestrebt. Die Begründung hierfür liegt unter anderem im stetig steigenden Aufwand für das Bargeldhandling sowie in Sicherheitsaspekten. Wesentliche Verbesserungen erhoffen sich die Befragten künftig von mobilen und kontaktlosen Zahlverfahren.Das errechnete durchschnittliche Alter der Kassenhardware hat sich im Vergleich zu 2012 nicht verändert und liegt weiterhin bei 5,4 Jahren. Bei den aktuell befragten 55 Handelsunternehmen sind 28 verschiedene Kassensoftware-Anbieter vertreten, die durchschnittliche Laufzeit einer Kassensoftware beträgt etwa sieben Jahre. 37 Prozent der befragten Unternehmen wollen in den kommenden zwei Jahren ihre Kassensoftware erneuern. Seit Beginn der Erhebung dieser Studie ist der Anteil von im Handel installierten Linux-Betriebssystemen zum ersten Mal unter die 50-Prozent-Marke gefallen. Microsoft-Lösungen sind aktuell bei 55 Prozent der Systeme aus dem Untersuchungspanel installiert.Die Bedeutung des Touchscreens als Eingabemedium steigt über Branchengrenzen hinweg weiter an. Auch bisher skeptische…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch