Egger, Wismar, Foto: Egger Holzwerkstoffe
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Seit 1999 werden im Werk Wismar Laminatfußböden produziert. Foto: Egger Holzwerkstoffe
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Bewegte Jahre

Egger feiert 20 Jahre eigene Laminatfußbodenproduktion und präsentiert einen innovativen Designboden. Ein Rück- und Ausblick.
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Der "Siegeszug" von Laminatfußböden beginnt Ende der 1980er-Jahre und verstärkt sich in den 90ern durch die stetige Verbesserung des Produkts. Der österreichische Holzwerkstoffproduzent Egger entschloss sich daher vor 20 Jahren zum Aufbau einer eigenen Laminatfußbodenproduktion. Anfang 1996 ging am Standort St. Johann in Tirol die erste Anlage in Betrieb. Im selben Jahr folgte im deutschen Brilon bereits der zweite Fußbodenstandort der Egger-Gruppe. Ebenfalls 1996 wurden die Laminatfußbodenaktivitäten in der neu gegründeten Geschäftseinheit Egger Floor Products zusammengeführt.
1999 folgte die nächste Investition: In Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) wurde ein MDF- und Fußbodenwerk mit einer Fußbodenkapazität von jährlich 50 Mio. m² errichtet. Doch auch diese Kapazitäten waren schnell wieder ausgelastet. "Damals wuchs der Laminatfußbodenmarkt in Europa jährlich im zweistelligen Prozentbereich und wir konnten unsere Produkte sehr erfolgreich vermarkten", erinnert sich Stefan Pletzer, Leiter Vertrieb und Marketing bei Egger Retail Products. Neben dem Ausbau der Vertriebsaktivitäten in Europa, Nordamerika und Asien war die enge Zusammenarbeit mit dem weltweit tätigen Fußbodenhersteller Tarkett ein Erfolgsrezept der damaligen Zeit.
Die Zusammenarbeit mit Tarkett wurde erst 2006 einvernehmlich beendet. Zugleich konzentrierte Egger die Laminatproduktion in Deutschland. Die Fertigung vom Standort St. Johann verlagerte man nach Wismar, und der Fußbodenstandort in Brilon wurde weiter ausgebaut. Dort investierte Egger in eine Direktdrucktechnologie zur Bodenbeschichtung sowie in zwei neue Fußbodenanlagen. Die jährliche Gesamtkapazität der Laminatfußbodenwerke betrug nun 80 Mio. m².
Die nächsten Jahre legte die Fußboden-Sparte weiter zu, bis 2008/09 die Finanzkrise das Marktwachstum abrupt stoppte. Damals sank die Nachfrage nach Bodenbelägen um bis zu 30 Prozent. Auch Laminatfußböden waren betroffen. "Wir waren nicht mehr in der Lage, die aufgebauten Kapazitäten wirtschaftlich sinnvoll auszulasten", sagt Pletzer. "Als notwendige Konsequenz haben wir unsere Produktionsmengen der schwächeren Nachfrage angepasst und uns aus wirtschaftlich nicht sinnvollen Volumengeschäften zurückgezogen."
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