Zufrieden in Bad Nauheim: Die Geschäftsführung der Eurobaustoff (v. l.: Jörg Hoffmann, Dr. Eckard Kern und Hartmut Möller) gab Mitte Juli die Zahlen der Kooperation für das erste Halbjahr 2020 bekannt.
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Zufrieden in Bad Nauheim: Die Geschäftsführung der Eurobaustoff (v. l.: Jörg Hoffmann, Dr. Eckard Kern und Hartmut Möller) gab Mitte Juli die Zahlen der Kooperation für das erste Halbjahr 2020 bekannt.
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Eurobaustoff

Tiefschwarze Zahlen aus Bad Nauheim

Corona und die Sonderregelungen für den Baustofffachhandel und die Baumärkte trieben auch bei der Eurobaustoff die Umsatzzahlen im ersten Halbjahr 2020 hoch. Dabei legte der Einzelhandel gleich um 15,4 Prozent zu.
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Positive Zahlen meldete die Eurobaustoff auf ihrer Halbjahrespressekonferenz Mitte Juli 2020. „Mit einem Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2019 haben wir ein hervorragendes Ergebnis für die ersten sechs Monate erreicht“, betonte Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung, mit Blick auf die Entwicklung des Einkaufsvolumens der Kooperation in Deutschland. Grund sei die gute Baukonjunktur, aber auch die starke Nachfrage im Einzelhandel nach Sortimenten, die der Verschönerung dienten. Dazu zählen beispielsweise Farben, Holz im Garten und alle weiteren Gartensortimente. Im Fokus der deutschen Einzelhandelskunden standen außerdem Corona-bedingt Produkte zum Infektionsschutz wie Masken oder Desinfektionsmittel. Insgesamt lag das Umsatzplus im Einzelhandel in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 bei 15,4 Prozent.

Dabei sei der Juni 2020 unter einem besonderen Stern gestanden, nämlich dem der Senkung des Mehrwertsteuersatzes. Man habe sich entschlossen, die Steuersenkung Eins zu Eins an die Kunden weiterzugeben.

Auswirkungen des Shutdowns würden im Einzelhandel in der Dienstleistung wahrgenommen. Planungs- und Beratungsleistungen der Kooperation würden, so klingt es aus Bad Nauheim, noch verhalten abgerufen. Das Niveau früher Zeit habe dieser Kooperationsservice noch nicht wieder.

Unsere Befürchtungen eines akuten Konjunkturzusammenbruchs erwiesen sich als zu pessimistisch. 
Geschäftsführung Eurobaustoff

Dass das Jahr 2020 so erfolgreich verlief, habe, so Kern, viele Gründe. Obenan steht seiner Auffassung nach die allgemeine Baukonjunktur. Mangelnder Wohnraum in ganz Deutschland lasse einen Konjunktureinbruch kaum zu. Durch die Dauer der Bauphasen würden Veränderungen in der Branche erst ein bis zwei Jahre nach dem zu erwartenden Konjunktureinbruch am Bau sichtbar. „Ob und wie tiefgreifend dieser Einbruch werden wird, sehen wir frühestens zum Jahreswechsel.“ Ganz anders stellte sich das Bild für ihn noch zu Beginn des Shutdowns dar: „Plötzlich fehlten Bauarbeiter auf den Baustellen, vornehmlich aus osteuropäischen Ländern, die nicht mehr ins Land kamen. Unsere Befürchtungen eines akuten Konjunkturzusammenbruchs erwiesen sich aber als zu pessimistisch. Schon vier Wochen später war die Nachfrage größer denn je.“ So entwickelte sich der Juni 2020 zum umsatzstärksten Monat in der Geschichte der Kooperation überhaupt.

Etwas Sorgen macht der Kooperation allerdings die Entwicklung in Österreich und in der Schweiz. „Hier kam es zeit- und…

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