Gerade erst ist Martina Mensing-Meckelburg bei der virtuellen Mitgliederversammlung des VDG als Präsidentin wiedergewählt worden.
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Gerade erst ist Martina Mensing-Meckelburg bei der virtuellen Mitgliederversammlung des VDG als Präsidentin wiedergewählt worden.
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Gemeinsam ist man stark

Und zwar sowohl in einem Verband als auch in der Zusammenarbeit von Verbänden untereinander. So jedenfalls sieht es Martina Mensing-Meckelburg, die zu ihrer Wiederwahl als  Präsidentin des Verbands Deutscher Garten-Center dem  Fachmagazin diy ein Interview gab. 
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Das Wachstum der Gartencenter war im vergangenen Jahr zwar hoch, aber nur halb so hoch wie das der Baumärkte. Warum?

Martina Mensing-Meckelburg: In unseren Zahlen sieht man deutlich, dass die Umsätze im März und zu Weihnachten erheblich eingebrochen sind, also zu der Zeit, als der Lockdown war. Dazwischen lief es gut, das Wachstum lag größtenteils im zweistelligen Bereich. Wenn man es kumuliert mit Weihnachten betrachtet, sind wir im Durchschnitt unter die zehn Prozent Umsatzzuwachs gerutscht.

Die Kundenfrequenz ist relativ stabil geblieben. Sie hat sich nur leicht erhöht, was in Teilen daran gelegen hat, dass dazu aufgerufen wurde, nicht so viel „shoppen“ zu gehen, und dass einige Kunden beispielsweise für Eltern oder Nachbarn mit eingekauft haben. So ist der durchschnittliche Wert des Warenkorbs um 14 Prozent gestiegen. Ein weiterer Grund liegt sicherlich darin, dass viele Gartencenter eine Gastronomie betreiben, und die musste die meiste Zeit des Jahres geschlossen bleiben.

Was trägt zur Systemrelevanz bei? Das war im letzten Frühjahr das Gemüse, das waren die Obstgehölze, Sämereien, das waren Salatsetzlinge und Tomaten. Der Umsatz mit Gemüsepflanzen ist zu diesem Zeitpunkt sogar um über 30 Prozent in die Höhe gegangen – obwohl wir bereits im Jahr zuvor gut Gemüse verkauft haben.

 

Sind die Gartencenterbetreiber unterm Strich zufrieden?

Im Durchschnitt ja. Aber ich glaube, das gilt nicht für alle Betriebe. Diejenigen, die eine Zeitlang schließen mussten, haben den Ausfall manchmal nicht ganz aufgeholt. Aktuell gibt es Betriebe, die selbst Frühblüher produzieren und zurzeit kaum die Chance auf Vermarktung haben. Der nächste Satz Pflanzen muss in die Gewächshäuser, um Kontinuität zu gewährleisten.  

Betriebe in ländlicher Umgebung waren im vergangenen Jahr im Vorteil, was den Pflanzenverkauf anging, da die Kunden auf dem Land über größere Gartenflächen verfügen.

Normalerweise sind Frühblüher zu Jahresbeginn eine Augenweide für die Kunden in den Gartencentern. In diesem Jahr haben sie kaum eine Chance auf Vermarktung. 
Normalerweise sind Frühblüher zu Jahresbeginn eine Augenweide für die Kunden in den Gartencentern. In diesem Jahr haben sie kaum eine Chance auf Vermarktung. 

Wenn man auf das vergangene Jahr zurückschaut, fällt der Schulterschluss in der Branche auf, insbesondere auch der Gartencenter und der Baumärkte. Was wird davon in der Zukunft bleiben?

Wir werden so weitermachen. Um die Märkte alle wieder öffnen zu können, mussten und müssen wir alle, auch die Baumärkte, zusammenhalten. Wir kennen uns, wir haben uns ausgetauscht, und gemeinsam politisch agiert. Unser Ansatz war: Selbstversorgung und Beschäftigung…

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