Monatliche Umsatzentwicklung 2020
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Keine Prognose für 2021

Das vergangene Jahr war ein Ausnahmejahr für die deutsche Baumarktbranche, das bestätigt auch der Branchenverband BHB. Doch für das laufende Jahr hält man sich bedeckt. 
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Dass das Jahr 2020 das herausforderndste Jahr seit Dekaden war, bedürfe keiner besonderen Erwähnung, stellte der BHB gleich zu Beginn seiner Jahrespressekonferenz Ende April 2021 fest, die dieses Mal rein virtuell stattfand. Und dennoch: Die Entwicklung kann sich sehen lassen, denn 13,8 Prozent Umsatzplus (bereinigt +14,1 Prozent) für die deutschen Baumärkte im vergangenen Jahr bedeuten einen absoluten Rekordzugewinn. Mit einem Gesamtumsatz von 22,14 Mrd. Euro haben die Baumärkte in Deutschland damit im ersten Jahr der Corona-Pandemie hervorragend abgeschnitten.

Doch nicht nur die deutschen Baumärkte konnten 2020 eine erfreuliche Entwicklung hinlegen. Ähnlich positiv entwickelten sich nämlich auch die Baumärkte in Österreich und in der Schweiz: In Österreich legte der Markt um 10,9 Prozent auf 2,97 Mrd. Euro zu, in der Schweiz um 10,2 Prozent auf 3,71 Mrd. Euro. Franz-Peter Tepaß, Sprecher des BHB-Vorstands, stellte fest: „Im vergangenen Jahr erreichten wir ein Allzeithoch. Dabei hat sich die positive Entwicklung bereits 2019 angedeutet, Corona verstärkte den Cocooning-Trend aber 2020 noch einmal stark.“

Als stärkstes Quartal präsentierten sich in Deutschland im vergangenen Jahr die Monate April bis Juni mit einem Umsatzplus von sagenhaften 22,5 Prozent. Hier hätten sich, so der BHB, die Reiseverbote und der Homing-Bedarf besonders stark ausgewirkt. Im E-Commerce entwickelten sich die Umsatzzahlen für Baumarkt- und Gartenprodukte noch besser. Die Heimwerkersortimente konnten 2020 um 25,3 Prozent auf 3,65 Mrd. Euro in Deutschland zulegen, die Gartensortimente sogar um 30,9 Prozent auf 1,51 Mrd. Euro, Baustoffe um 17,5 Prozent auf 268 Mio. Euro. Insgesamt kommen so 4,97 Mrd. Euro (+26,5 Prozent) zusammen, die über den E-Commerce realisiert werden konnten.

Laut Dr. Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer BHB, hat Corona hat Homing-Trend weiterhin verstärkt und erweitert: „Zum Thema Homeoffice kamen die Trends Home Schooling, Home Gym, Home Wellness, Home Restaurant und Home Vacation hinzu.“ Betrachtet man die Entwicklung der Sortimente, lässt sich deutlich ablesen, dass die Menschen im Pandemie-Jahr ihr Zuhause als Rückzugsort ausgebaut und schöngemacht haben. Einschränkung von (Reise-) Mobilität, verbreitete Homeoffice-Regelungen und/oder Kurzarbeit schaffte und schafft Freiraum zum Sanieren, Renovieren, Modernisieren und Verschönern des eigenen Zuhauses. Spitzenreiter in Sachen Zuwachs innerhalb der Sortimente ist der Bereich Anstrichmittel/Malerzubehör (+27,4…

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