Brutto-Umsatz deutscher Top 20 Baumarktbetreiber in Mrd. Euro
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Gold, goldener, Baumarkt

Trotz Nachfragebooms in den Baumärkten sind die Verbraucherpreise im DIY-Bereich laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2020 gesunken. 
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Dass das Corona-Jahr 2020 ein Jahr der Extreme für die DIY-Branche war, dürfte inzwischen weit bekannt sein. So legten die Umsätze der Top 20 Unternehmen in Deutschland laut der Statistik der diy-Fachredaktion im Jahr 2020 um rund 2,9 Mrd. Euro oder 12,6 Prozent auf 26,12 Mrd. Euro zu. In realen Zahlen bedeutet dies denselben Zuwachs in einem Jahr, wie er zuvor zwischen den Jahren 2010 und 2019 – in also fast zehn Jahren – erwirtschaftet wurde.

Wer vermutet, dass diese im wahrsten Sinn des Wortes „verrückte“ Entwicklung – wie es der BHB zuletzt bezeichnet hat – nicht zu toppen ist, der sollte sich aber die Entwicklung der Verbraucherpreise im DIY-Bereich anschauen. Statt parallel zur Nachfrage-Explosion zu steigen, sanken diese im Ausnahme-Jahr 2020 nämlich zum ersten Mal seit der zurückgehenden Aufzeichnung bis ins Jahr 1999. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt nach seiner abschließenden Jahresberechnung veröffentlicht hat und die von der diy-Fachredaktion im Dähne Infodienst erstmals ausführlich ausgewertet wurden. Konkret gingen demnach die Verbraucherpreise im DIY-Bereich um rund 0,47 Prozent zurück, während die allgemeinen Verbraucherpreise (Inflation) im Gesamtjahr 2020 um rund 0,5 Prozent zulegten.

Bei einer reinen Fortschreibung der Umsätze auf Grundlage der Umsatzzahlen von 1999 und der seitdem wirkenden Preisentwicklung im DIY-Bereich (s. blaue Linie in Grafik 1) hätte der Umsatz der Top 20 Unternehmen in Deutschland Ende 2020 bei 22,24 Mrd. Euro liegen müssen – rund 110 Mio. weniger als im Vorjahr. Grundlage dieser Betrachtung ist die fiktive Annahme, dass die Anzahl der verkauften Waren seit 1999 gleich geblieben wäre.

Entwicklung DIY-Verbraucherpreisindex und Inflation in Deutschland

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Um den Preisindex – man könnte ihn „DIY-VPI“ nennen – zu erstellen, wurde aus den Daten des Statistischen Bundesamtes für den allgemeinen Verbraucherpreisindex (VPI) die Preisentwicklung für 60 verschiedene Warenkategorien (von Tapeten über Farben, Gartenschirme, Schlagbohrer, Regale, Hundefutter und Nägel bis hin zu Zimmerpflanzen) für die Jahre 1999 bis 2020 erstellt und daraus ein Durchschnittswert gebildet. Dieser Index ist nicht deckungsgleich mit dem allgemeinen Verbraucherpreisindex, der identisch mit der offiziellen Inflationsrate ist, beschreibt jedoch die Entwicklung im DIY-Bereich genauer und hatte sich in den vergangenen 22 Jahren ähnlich…

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