Der Markt für Werkzeuge und Eisenwaren in Deutschland konnte 2021 nicht an die hohen Umsätze aus dem Vorjahr anknüpfen.  
Der Markt für Werkzeuge und Eisenwaren in Deutschland konnte 2021 nicht an die hohen Umsätze aus dem Vorjahr anknüpfen.  
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Branchenbericht

Auf den Boom folgt ein Abschwung

Die Segmente Werkzeuge und Eisenwaren verkauften sich 2021 im Vergleich zum Boom-Jahr 2020 nicht sehr gut. Beide Bereiche verzeichneten Umsatzrückgänge. Ein Plus gab es lediglich im Vergleich mit 2019.   
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Nach einem insgesamt sehr positiven Verlauf 2020 musste der Markt für Werkzeuge und Eisenwaren in Deutschland im vergangenen Jahr Einbußen hinnehmen. So berichtet der Branchenexperte Klaus Peter Teipel für 2021 von einem Umsatzminus von 2,8 Prozent auf dem Gesamtmarkt Werkzeuge und Maschinen im Vergleich zum Vorjahr. 2020 konnte noch ein Plus von 4,5 Prozent gemeldet werden. Während 2019 mit Werkzeugen und Maschinen ein Umsatz von 4.931 Mio. Euro (inklusive Mehrwertsteuer) erwirtschaftet wurde, stieg der Umsatz im ersten Coronajahr 2020 auf 5.155 Mio. Euro und erreichte 2021 aber nur noch 5.012 Mio. Euro. Höher waren die erzielten Umsätze im Gesamtmarkt für Eisenwaren. Dort erwirtschaftete die Branche im Vorkrisenjahr einen Umsatz von 6.543 Mio. Euro. 2020 stieg der Wert um 5,1 Prozent auf 6.875 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr stand auch in diesem Segment ein Minus zu Buche: Die Umsätze fielen um 0,4 Prozent auf 6.847 Mio. Euro.

Umsatzentwicklung, DIY-Markt in Deutschland
(Quelle: GfK)

Betrachtet man die Umsätze mit Werkzeugen und Eisenwaren im Baumarkthandel, fällt der Rückgang noch größer aus. Dieser lag 2021 bei 9,6 Prozent (Werkzeuge) und 13,5 Prozent (Eisenwaren). Hier wurde, im Gegenteil zur Gesamtmarktbetrachtung, mit Eisenwaren weniger Umsatz gemacht als mit Werkzeugen. Im Segment Werkzeuge erzielten die deutschen Baumärkte 2020 noch 2.465 Mio. Euro, im zurückliegenden Jahr sank der Wert auf 2.229 Mio. Euro. Dies spiegelt sich auch im Umsatzanteil wieder. So machte der Bereich Werkzeuge 2020 einen Anteil von 9,4 Prozent am Gesamtumsatz der Baumärkte in Deutschland aus. Er lag im Folgejahr nur noch bei 9,2 Prozent. Im Segment Eisenwaren nennt Teipel für das erste Coronajahr einen Umsatz von 1.450 Mio. Euro. 12 Monate später wurden nur noch 1.254 Mio. Euro erreicht. Der Anteil der Sparte Eisenwaren am Gesamtwarenumsatz der Baumärkte verringerte sich von 5,5 Prozent im Berichtszeitraum 2020 auf 5,2 Prozent im Folgejahr.  

Da das Jahr 2020 verglichen mit den Vorjahren coronabedingt als ein Außergewöhnliches für die DIY-Branche gilt, wird häufig ein Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 gezogen. In dieser Betrachtung konnte der Bereich Werkzeuge 2021 sogar ein deutliches Umsatzplus von 9 Prozent vermelden. 2019 lag der Umsatz bei 2.046 Mio. Euro, was einem Anteil des Segments am Gesamtwarenumsatz…

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