Osmo-Übernahme gescheitert

07.03.2002

Investor hatte seinen Einstieg von der Übertragung der Namensrechte abhängig gemacht. Häussermann ist vom Kaufvertrag zurückgetreten. Den 717 Mitarbeitern wurde gekündigt

Die Übernahme von Osmo, Münster, ist gescheitert. Ursprünglich hatten sieben Investoren ihr Interesse bekundet. Die neu gegründete Osmo Holz & Color AG (MBO) konnte keine ausreichende Finanzierung des Kaufpreises und der Überbrückung der ersten sechs Monate vorlegen. Die zweite Version unter Beteiligung eines weiteren Investors konnte nicht realisiert werden, weil dieser Investor die Eigentumsübertragung an den Markenrechten zur Bedingung gemacht hatte. Der Inhaber von Osmo, Peter Scheiwe sen., war jedoch lediglich bereit, einer Nutzung der Rechte für 20 Jahre zuzustimmen. Die Häussermann GmbH & Co. KG, die am 27. Februar 2002 einen Kaufvertrag für das Hobelwerk in Papenburg unterzeichnet hatte, trat am 5. März von dem Vertrag zurück.
Den 717 Osmo-Mitarbeitern wurde am 28. Februar gekündigt. In den Werken Münster, Ferch und Papenburg werden in den nächsten Wochen alle vorliegenden Kundenaufträge erfüllt und vorhandene Warenbestände verkauft. Die Auswirkungen auf ausländische Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften in Großbritannien, Finnland und Japan sind noch nicht abzusehen. Die in Deutschland ansässigen Kernsparten oder auch Fertigungsanlagen, Büro- und Produktionseinrichtungen werden einzeln veräußert.
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