Nach Bauhaus verlässt auch Praktiker zum Jahresende 2004 den Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB) – Der BHB bedauert die Praktiker-Entscheidung
Hintergrund der Entscheidung seien die jüngsten Äußerungen der Verbandsspitze des BHB im Zusammenhang mit den letzten Werbeaktionen von Praktiker. Praktiker sei, so die Metro-Tochter, vom BHB-Vorstand über die Medien u.a. vorgeworfen worden, „dauerhaft die Glaubwürdigkeit der Branche zu untergraben.“ Gleichzeitig sprach der BHB von einem „Verfall der Sitten“.
„Für uns stellt diese einseitige Bewertung eine klare Missachtung des in der BHB-Satzung verankerten Verbandszwecks dar“, so Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender der Praktiker AG, Kirkel. „Der Zweck des BHB besteht nicht zuletzt darin, die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Interessen der Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte, also auch die von Praktiker, in der Öffentlichkeit zu vertreten. Diesen Grundsatz sehen wir mit den jüngsten öffentlichen Äußerungen des BHB in eindeutiger Weise missachtet“, sagte Werner. „Auch das mediale Auftreten des BHB im Zusammenhang mit dem sogenannten Ehrenkodex war aus unserer Sicht vom Verbandszweck nicht gedeckt. Vor diesem Hintergrund fühlen wir uns mit unseren unternehmerischen Interessen durch den BHB nicht mehr angemessen vertreten“, so Werner weiter.
John W. Herbert, Geschäftsführer des BHB, Köln, bedauerte den Schritt von Praktiker in einer ersten Stellungnahme „außerordentlich“. Man wolle aber weiterhin im Gespräch bleiben. Vielleicht gebe es ja eine Möglichkeit, diese Entscheidung des zweitgrößten deutschen Baumarktbetreibers wieder rückgängig zu machen.













