„Es war nicht alles falsch“

Auf der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung der Praktiker AG macht CEO Dr. Kay Hafner den Aktionären klar, dass es ums Überleben geht. Er stellt das neue „Konzept Zukunft“ mit der zwei Marken-Strategie und Max Bahr als Hauptanker des Konzerns vor. - Das Servicecenter bleibt in Kirkel

Im Hamburger Curio-Haus, einem geschichtsträchtigen Gewerkschaftshaus, findet heute seit 10 Uhr das mit Spannung erwartete Aktionärstreffen der Praktiker AG statt. Gleich zu Beginn stellte Praktiker-CEO Dr. Kay Hafner fest, dass die starke Aktionärs- und Medienpräsenz von einer besonderen Hauptversammlung zeuge. Es sei die wichtigste des Unternehmens überhaupt. Es gehe ums Überleben. Wenn Vorstand und Aufsichtsrat nicht entlastet und der Jahresabschluss sowie die anderen von der Praktiker-Spitze eingereichten Vorschläge nicht verabschiedet würden, wisse jeder, was das für das Unternehmen bedeute. Es sei nicht alles falsch gewesen, was frühere Vorstände zu verantworten hätten, aber auch nicht alles richtig. Hafner sprach von einem Neuanfang nach einer Phase der Transformation. Er stellte das neue "Konzept Zukunft" vor, das das Konzept "Praktiker 2013" ablösen soll: Die Zwei-Marken-Strategie soll geschärft, Max Bahr weiterentwickelt und zur Hauptvertriebslinie des Konzerns sowie Praktiker zukunftsfähig gemacht werden. Max Bahr sei der Hauptanker des Praktiker-Konzerns in Deutschland, so Hafner in seiner Rede vor den Aktionären. Er gab auch bekannt, dass das Servicecenter nicht wie geplant in Kirkel bis Herbst 2012 abgewickelt sein werde, sondern vielmehr vor Ort verbleiben werde. Man wolle für diese Maßnahmen in den nächsten zwei Jahren rund 160 Mio. € ausgeben. Markus Schürholz, CFO des Konzerns, erläuterte die Pläne zur Finanzierung dieser auf Aktionärsseite umstrittenen Maßnahmen (Anchorage-Finanzierungskonzept). Der Beginn der Aktionärsversammlung wurde von Beginn an durch zahlreiche Einsprüche und Gegenanträge des saarländischen Aktionärs Manfred O. Klein bestimmt.
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