Grüner Markt 2013

Garten hat sechs Prozent verloren

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Klaus Peter Teipel sprach gestern auf dem IVG-Medientag in Köln.
13.02.2014

Der Gartenmarkt in Deutschland ist im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf ein Volumen von 17,070 Mrd. € eingebrochen. Der Marktforscher Klaus Peter Teipel, der diese Zahlen gestern auf dem Medientag des Industrieverbands Garten in Köln vorgetragen hat, sprach vom schlechtesten Umsatzergebnis der Branche seit Jahren. Mit einem Verlust von 10,2 Prozent war die Warengruppe Outdoor-Pflanzen einschließlich Saatgut der größte Verlierer. Dagegen haben Zimmerpflanzen nur 3,6 Prozent verloren. Auch alle anderen Warengruppen lagen mit Rückgängen zwischen 6,0 und 6,7 Prozent im Minus. Einzige Ausnahme war das Grillsortiment, das um 2,1 Prozent zugelegt hat.
In der Entwicklung des grünen Sortiments in den verschiedenen Vertriebskanälen spiegelt sich die unterschiedlich starke Ausrichtung auf lebendes Grün wider. So haben die Fachgartencenter mit 8,2 Prozent (2,05 Mrd. €) noch stärker verloren als die Baumärkte mit 7,0 Prozent Umsatzrückgang (4,28 Mrd. €) in den Gartenabteilungen. Im Gesamtmarktgefüge haben die Gartencenter jedoch ihren Marktanteil wie schon in den Vorjahren gesteigert und kamen 2013 auf 12,0 Prozent (plus zwei Prozentpunkte), während die Baumärkte 0,8 Prozentpunkte abgegeben haben und 25,0 Prozent Marktanteil beanspruchen.
Die Verschiebung hin zu den Gartencentern und weg von den Baumärkten dürfte sich auch 2014 fortsetzen. Teipel prognostiziert für das laufende Jahr wieder ein Gesamtmarktwachstum von 3,5 Prozent, womit das Niveau von 2012 jedoch noch nicht wieder erreicht würde. Zuwächse sieht er in allen Warengruppen außer Gartengeräten, die ihr Niveau von 2013 knapp verfehlen, und Gartenmöbel mit einem Minus von mehr als zwei Prozent.
Die ausführlichen Zahlen aus dem Gartenmarkt finden Sie in der diyonline-Rubrik Branche/Garten.
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