Glyphosat, Steingärten und mehr

Landgard sagt „Ja, aber“ zum „Aktionsprogramm Insektenschutz“

"Ohne Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen sind wir alle tot": Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard.Bildunterschrift anzeigen
"Ohne Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen sind wir alle tot": Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard.
10.09.2019

Landgard begrüßt die Ziele des vom Bundeskabinett beschlossenen Agrar-Paketes "Aktionsprogramm Insektenschutz", auch den damit verbundenen schrittweisen Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung bis Ende 2023 und weitergehenden Insektenschutz, warnt aber vor eventuell negativen Folgen des Aktionsprogramms für deutsche Erzeugerbetriebe. "Die mit dem Aktionsprogramm verbundenen Auflagen müssen zielorientiert, praktikabel und sozialverträglich umsetzbar sein, dürfen die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ohne Ausgleich nicht zusätzlich belasten und insbesondere deren Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich nicht negativ beeinflussen", so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG. Um die politische und fachliche Diskussion rund um Glyphosat sachgerecht begleiten zu können und die Mitgliedsbetriebe beim schnellstmöglichen Ausstieg aus einer Glyphosat-Nutzung gezielt zu unterstützen, führt Landgard aktuell eine Befragung zum Glyphosat-Einsatz unter seinen Mitgliedsbetrieben durch.
"Es muss zur Kenntnis genommen werden, dass die Produkte unserer über 3.000 Erzeugerbetriebe einfach Teil der Lösung und nicht des Problems sind", betont Rehberg. "Wir sollten immer daran denken: Ohne Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen sind wir alle tot und genau deshalb gilt es unsere Produktion zu schützen, die Vielfalt, die Qualitäten und den Anbau."
In diesem Zusammenhang begrüßt Landgard ausdrücklich die Initiative der Bundesregierung für die bundesweite Kampagne "Insektenfreundliche Privatgärten". "Wir haben in unseren Städten zu wenig Grün, zu wenig Blumen und zu wenig Biodiversität. Daher müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten, das Grün in den Städten weiter nach vorne zu bringen. Hier wäre es ein naheliegender, praxisnaher und erforderlicher Schritt, dass Städte und Gemeinden die massenhafte Entstehung von tristen Steingärten über explizite Vorgaben zum Beispiel in Bebauungsplänen einfach verhindern", meint Rehberg.
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