EHI-Befragung „Handel mit Abstand“

Strukturwandel in der Ladenbau-Branche

Rund 70 Prozent der Befragten wollen Schutzmaßnahmen vorübergehend oder dauerhaft beibehalten. Bildunterschrift anzeigen
Rund 70 Prozent der Befragten wollen Schutzmaßnahmen vorübergehend oder dauerhaft beibehalten. 
07.12.2020

Während Ladenbauunternehmen, die insbesondere für Lebensmittel- und Drogeriemärkte tätig sind, in Zukunft auch weiter gut im Markt bestehen, wird es für viele andere schwierig werden, so das Ergebnis der EHI-Studie „Handel mit Abstand“. Die Mehrheit der befragten Nonfood-Unternehmen hat Anzahl und Volumen von Ladenbauprojekten deutlich heruntergefahren oder auf 2021 verschoben. „Im Ladenbaumarkt wird zwangsläufig eine Konsolidierung in Form von Übernahmen und Zusammenschlüssen stattfinden“, so Claudia Horbert, Ladenbau-Expertin.

Nur wenige Dienstleister werden sich den Studienergebnissen zufolge als Nischenanbieter neu positionieren können. Bei einigen Unternehmen werden die Aufwendungen nach dem jetzigen Planungsstand lediglich bei 50 bis 70 Prozent des ursprünglichen Investitionsvolumens liegen. Dennoch rechnen mehr als 53 Prozent der Ladenbauverantwortlichen mit gleichbleibenden Investitionen und 10 Prozent prognostizieren sogar eine Steigerung. Allerdings bereiten sich auch knapp 37 Prozent auf Kürzungen vor.

Waren viele der Schutzmaßnahmen zunächst nicht auf Dauer ausgelegt, so geht man jetzt davon aus, dass Schutz- und Hygienekonzepte den Handel mindestens noch bis Ende 2021 begleiten werden. 70 Prozent der befragten Handelsunternehmen setzen dabei auf möglichst variable Schutzkonzepte, die sie, wenn sie nicht mehr benötigt werden, wieder entfernen können. Eine knappe Mehrheit der teilnehmenden Unternehmen (53,3 Prozent) beobachtet eine Steigerung der mobilen Bezahlungen und ein Drittel eine häufigere Nutzung von Self-Checkout-Kassen.

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