Vor allem DIY-getrieben

Starkes Marktwachstum für Farben und Lacke in Österreich

23.03.2021

Laut aktuellen Daten einer Studie zu Farben und Lacken des Marktforschungsinstituts Branchenradar erhöhten sich die Herstellererlöse in Österreich im Jahr 2020 um 11,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 209,9 Mio. Euro. Bei Bautenlacken betrug das Erlösplus 15,2 Prozent, bei Holzschutzmitteln und Lasuren 16,8 Prozent und bei Wandfarben 9,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Mancherorts hätte man noch mehr verkaufen können, wenn nicht die Produktionskapazitäten bereits voll ausgelastet gewesen wären, so das Institut.

Angeschoben wurde der Markt durch Ausgangs- und Reisebeschränkungen sowie die verstärkte Nutzung von Kurzarbeit und Homeoffice, beschäftigten sich doch dadurch wieder mehr Menschen mit ihrer Wohnung oder ihrem Eigenheim. Dass die Renovierungen vor allem im DIY erfolgten, zeigt ein Blick auf die Vertriebskanäle: Während der Umsatz der Hersteller im Vergleich zu 2019 mit Baumärkten um mehr als 16 Prozent wuchs und im Farbenfachhandel um elf Prozent, gab es im Direktgeschäft mit Handwerksbetrieben nur ein Erlösplus von sieben Prozent. Dieses Plus war vor allem preisgetrieben. Im Jahresvergleich erhöhte sich der Durchschnittspreis bei Wandfarben um rund drei Prozent, bei Holzschutzmitteln und Lasuren um knapp fünf Prozent und bei Bautenlacken um nahezu elf Prozent, nicht zuletzt, weil einige lieferfähige Anbieter Lieferengpässe bei den Mitbewerbern für Preiserhöhungen im eigenen Sortiment nutzten.

Branchenradar rechnet im laufenden und kommenden Jahr mit einer Konsolidierung des Marktes unter dem Niveau des Vorjahres, da davon auszugehen sei, dass die verstärkte Renovierungstätigkeit 2020 in den Folgejahren zu einem tendenziell sinkenden Bedarf führe. Bis 2022 rechnen die Experten am Gesamtmarkt mit einem Umsatzminus von rund drei Prozent.

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