Österreich

Krieg in der Ukraine: Zgonc verzichtet auf das große „Z“

(Quelle: Zgonc)
27.04.2022

Zgonc, der österreichische Betreiber von Fachmärkten für Werkzeuge, Maschinen sowie von Bau- und Gartengeräten, verzichtet wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine in der Online-Werbung auf sein Logo, ein großes „Z“, den ersten Buchstaben seines Namens. Das meldet die „Kleine Zeitung“ aus Graz. Das Logo des Baumarkts erinnere Kunden an russische Panzer, die mit diesem Buchstaben in der Ukraine gekennzeichnet werden, damit man sie von den gegnerischen, sprich ukrainischen Kräften unterscheiden kann. Man wolle „die Menschen ja nicht vor den Kopf stoßen, obwohl wir nichts dafür können“, heißt es bei Zgonc. Die Werbetürme mit dem „Z“-Logo in einem gelben Viereck vor vielen Zgonc-Filialen sollen allerdings bleiben. Zgonc, 1957 in St. Pölten gegründet, betreibt derzeit österreichweit insgesamt 35 Niederlassungen als Filialen und Shops sowie zwei Maschinenverleihstationen.

Vorübergehend hat sich auch die Schweizer Versicherungsgruppe Zurich von ihrem "Z"-Logo getrennt - auf jeden Fall auf ihren Social-Media-Kanälen.
Vorübergehend hat sich auch die Schweizer Versicherungsgruppe Zurich von ihrem "Z"-Logo getrennt - auf jeden Fall auf ihren Social-Media-Kanälen. (Quelle: Flickr)

Der Buchstabe „Z“ wurde in Russland mittlerweile zu einem Symbol für die Unterstützung der „Militäroperation“, wie dort der Krieg genannt werden muss. Der Buchstabe steht für den Slogan „Für den Sieg“. In einigen Ländern wurde das „Z“-Symbol daher verboten. In Deutschland gibt es Diskussionen darüber, keine Autokennzeichen mit „Z“ mehr zu vergeben (wie in Herford). Auch der Schweizer Versicherungsriese Zurich hat sein Logo wegen des Kriegssymbols „Z“ „vorübergehend“ von seinen Social-Media-Kanälen entfernt.

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