IFH Köln

Bundesbürger haben 9.427 Euro Kaufkraft für 2022

Onlineanteil im Einzelhandel 2022 nach Gemeinden.(Quelle: IFH-Regionaldaten 2022)
Onlineanteil im Einzelhandel 2022 nach Gemeinden.
02.06.2022

Für das Jahr 2022 prognostiziert das IFH Köln eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von 784 Mrd. Euro brutto. Pro Bundesbürger bedeutet dies ein durchschnittliches einzelhandelsrelevantes Potenzial in Höhe von 9.427 Euro. Dies ist eines der Ergebnisse der neuen Regionaldaten des IFH Köln.

Dabei nehmen Güter des überwiegend kurzfristigen Bedarfs wie Nahrungs- und Genussmittel mit gut 49 Prozent den wichtigsten Part ein. Den überwiegend mittelfristigen Bedarfsbereich dominieren die Sparten Bekleidung/Wäsche sowie das Baumarktsortiment. Insgesamt beläuft sich die Kaufkraft für diesen Bereich auf 143 Mrd. Euro. Im 98 Mrd. Euro schweren Bereich des überwiegend längerfristig orientierten Bedarfs dominieren hingegen sehr deutlich die Sparten Möbel und Unterhaltungselektronik/PC.

Wie die IFH-Autoren schreiben, existieren trotz einer tendenziellen Annäherung nach wie vor sehr deutliche Kaufkraftunterschiede zwischen den 16 deutschen Bundesländern. Die Bandbreite des Kaufkraftniveaus liegt dabei zwischen 87 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt und 107 Prozent in Hamburg und Baden-Württemberg.

Für das aktuelle Jahr erwarten die IFH-Autoren, dass sich der Onlineanteil der Kaufkraft der 15-Prozent-Marke nähern wird. Dabei zeige sich bei der Analyse der regionalen Unterschiede in Deutschland – im Gegensatz zur allgemeinen Kaufkraft – kein Ost-West-Gefälle. Stattdessen weisen insbesondere die beiden Flächenländer Bayern und Baden-Württemberg überdurchschnittliche Onlineanteile auf, wie in der Grafik zu sehen ist.

(Quelle: IFH Köln)
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