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Die Unterschiede werden größer

Die Schere bei der Kaufkraft geht in Deutschland immer weiter auseinander; vor allem der Süden profitiert

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Die Deutschen können 2005 durchschnittlich eine Kaufkraft (verfügbares Nettoeinkommen, inklusive Renten und anderer Transferleistungen) von rund 17.500 € erwarten. Gegenüber 2004 bedeutet dies ein nominales Plus von gut zwei Prozent. Angesichts eines Preisanstiegs von voraussichtlich 1,6 Prozent dürfte unter dem Strich ein reales Wachstum von einem halben Prozent bleiben.
Die 2005 entstehenden Be- und Entlastungen wirken sich auf die Bundesbürger und Regionen jedoch sehr ungleich aus. Das Institut Michael Bauer Research GmbH aus Nürnberg zeigt in seiner neuen Kaufkraftstudie die unterschiedliche Kaufkraft der Bevölkerung 2004 sowie die zu erwartenden Veränderungen in 2005 für ganz Deutschland auf kleinräumiger Ebene.
Kaufkraft 2005 in Deutschland(.pdf-Datei zumHerunterladen)
Löhne und Gehälter werden in diesem Jahr angesichts des anhaltenden Kostendrucks in den Unternehmen weiterhin nur leicht steigen, Gewinn- und Vermögenseinkommen werden stärker zunehmen. Entlastungen durch die letzte Stufe der Einkommenssteuerreform stehen mehr Be- als Entlastungen bei Sozialversicherungsbeiträgen, Renten und Arbeitslosengeld II gegenüber. Diese aktuellen Veränderungen haben spürbare Auswirkungen auf die Entwicklung der Kaufkraft in den einzelnen Regionen und Gemeinden. Dazu kommen langfristige Trends und akute Faktoren wie z.B. Arbeitsplatzabbau oder -verlagerungen bzw. der vorbeugende Gehaltsverzicht einer Reihe von Firmenbelegschaften.
Zu den Gewinnern unter den 439 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zählen demnach vor allem Landkreise mit einem hohen Anteil an Beziehern höherer Einkommen wie München mit seinem Umland, wo sich allein die Einkommenssteuerreform in einem Kaufkraftzuwachs von nahezu einer halben Milliarde € niederschlagen wird. Daher können die Kaufkraftspitzenreiter der Stadt- und Landkreise zumeist überdurchschnittliche Einkommenszuwächse verbuchen, allen voran der Landkreis Starnberg südwestlich von München, der mit über 27.700 € pro Kopf und Jahr weiterhin führt. Reichste Großstadt ist München mit ca. 23.500 € pro Kopf, reichste der ca. 12.600 Gemeinden überhaupt in Deutschland ist Grünwald bei München mit einer Kaufkraft von fast 50.000 € pro Kopf.
Strukturschwache Regionen in Ost und West bleiben häufig hinter der allgemeinen Einkommensentwicklung zurück. In den neuen Bundesländern gibt es neben zahlreichen Gebieten mit problematischer Entwicklung von Wirtschaftskraft und Demographie auch Beispiele eines Aufschwungs. So hat Leipzig spektakuläre…
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