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Investition und Konsolidierung

Rettenmeier hat in Ramstein-Miesenbach ein neues Werk in Betrieb genommen, ein Projekt, das heute angesichts der Finanzkrise vermutlich nicht mehr in dieser Form verwirklicht hätte werden können.
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Die Grundsatzentscheidung für die Investition fiel bereits Ende 2006. Im August dieses Jahres ging das neue Werk von Rettenmeier im pfälzischen Ramstein-Miesenbach nun ans Netz. Heute, so Dr. Josef Rettenmeier, Vorstandssprecher der Rettenmeier Holding AG bei der offiziellen Eröffnung des Werkes vor rund 400 Gästen, wäre es vor dem Hintergrund der Finanzkrise wesentlich schwieriger, wenn nicht unmöglich gewesen, eine Finanzierung für ein solches Projekt zustande zu bringen. „Deshalb kommt es jetzt darauf an“, so Rettenmeier weiter, „diese auf die Zukunft ausgerichtete Investition so rasch wie möglich in einen positiven Cashflow zu bringen.“ Folgende Bedingungen sollte der neue Standort erfüllen:
Es sollte vor allem die Holzarten Kiefer, Douglasie und Lärche verarbeitet werden.
Das Werk sollte möglichst nahe an den Wuchsgebieten liegen, (Pfälzer Wald, Elsass-Lothringen, Saarland, Eifel, Hunsrück, Odenwald, Nordschwarzwald).
Außerdem sollte es sich näher an den Absatzmärkten Benelux, Frankreich, Spanien und Nordafrika (Transport per Schiff via Frankreich) befinden, und
er sollte im Rahmen einer Risikostreuung nicht zu nahe an bisher bereits bestehenden Standorten stehen.
Darüber hinaus sollte das Werk über eine sehr gute Verkehrsanbindung verfügen, die nun mit einer Lage nahe der A 6 gegeben ist. Zudem soll im kommenden Jahr ein Gleisanschluss eingerichtet werden. Das Gelände im pfälzischen Ramstein-Miesenbach umfasst 41 Hektar. Bei Bedarf kann es zudem um weitere neun Hektar vergrößert werden. 18 Gebäude wurden dort bisher errichtet, darunter die Rundholzanlage, das Sägewerk, die Trocknungsanlagen und das Justierwerk. Insgesamt wird in dem Werk von rund 120 Mitarbeitern ein Jahresvolumen von 500.000 Festmeter verarbeitet. Hergestellt wird überwiegend Holz für den Außenbereich (Sichtschutzelemente, Terrassendielen, Holzfliesen, Fassaden) der Marke „Outdoor wood“, aber in geringerem Umfang auch Bauholz. Teil des Gesamtkonzepts ist ein Biomassekraftwerk mit einer Leistung von 5,7 Megawatt. Dort werden die bei der Produktion anfallende Rinde sowie Resthölzer verbrand. Der erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist. Nach dieser Investition von gut 50 Mio. € sieht sich der Vorstandssprecher vor einer Phase der Konsolidierung und Optimierung. „Wir wollen uns nun“, so Dr. Rettenmeier abschließend, „an verschiedenen Stellen reorganisieren, optimieren und auch personell qualifizieren.“ Rettenmeier, 1948 von Josef…
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