Der Preis stand bei Praktiker lange allein im Mittelpunkt.
Bildunterschrift anzeigen
Der Preis stand bei Praktiker lange allein im Mittelpunkt.
diy plus

Geschichte

Geschichte: Vom Aufstieg und Fall der Marke Praktiker

Klein und spät angefangen und auf dem Sprung zur Nummer Eins brachen die Expansionsträume ab dem Jahr 2005 zusammen.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Die Praktiker-Geschichte reicht 35 Jahre zurück. Der erste Baumarkt wurde 1978 unter dem Namen „bâtiself“ in Luxemburg eröffnet. Konzernmutter war die in Saarbrücken ansässige Asko Deutsche Kaufhaus AG (heute Metro). 1979 übernahm Praktiker in Deutschland neun Baywa-Baumärkte und eröffnete zusätzlich vier neue Märkte. 1982 wurde schrittweise das Discountprinzip eingeführt. Ab 1985 erfolgte eine Expansion durch Übernahme weiterer Baumärkte, der Wickes-Baumärkte und schließlich 1990 der Realkauf-Baumärkte. 1991 wurde in Griechenland der erste Markt eröffnet. Nach knapp 15 Jahren kam es 1992 zu einer Bereinigung. Metro Cash & Carry, der die Massa Großhandels AG gehörte, spaltete den Baumarkt-Teil ab und verkaufte ihn an Praktiker. Der Rumpfteil wurde in Real Großhandels AG umbenannt. Ähnlich wurde mit BLV (Bayerische Lagerversorgung) und Extra verfahren. Die ersten Schritte zur bevorstehenden Fusion und Marktbereinigung waren damit vollzogen.Nach Übernahme der kleineren Baumärkte BLV, Massa, MHB, Huma und Extra ging Praktiker 1995 als Teil der Asko Deutsche Kaufhaus AG mittels Fusion mit der Metro Cash & Carry zur Metro AG über. 1996 erfolgte die Übernahme weiterer Baumärkte von Bauspar, 1997 von Wirichs. In diesem Jahr wurde auch der erste Markt in Polen eröffnet, 1998 folgten Märkte in Ungarn und der Türkei. Praktiker gehörte nun mehrheitlich zum größten europäischen Handelskonzern.Im Jahr 1998 eröffnete Metro in Erfurt ihren 250. Praktiker-Markt. 2000 erfolgten weitere Rationalisierungen und die Übernahme von 27 Top-Baumärkten. Von 2004 bis 2005 expandierte Praktiker weiter und eröffnete erste Baumärkte in Bulgarien und in Ungarn. 2002 übernahm die Metro AG 100 Prozent der Aktien und nahm die Kette von der Börse (Delisting).Ende 2004 trat Praktiker, ebenso wie Bauhaus, aus dem Branchenverband BHB aus, im Oktober 2010 erfolgte der Wiedereintritt.Am 22. November 2005 brachte Metro die Praktiker AG erneut an die Frankfurter Wertpapierbörse und reduzierte damit ihre Beteiligung auf 40,5 Prozent. Zugleich firmierte das Unternehmen von Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG in Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG um. Bei einem Ausgabekurs von 14,50 € wurden mittels Green­shoe 34,5 Mio. Stückaktien ausgegeben. Das Emissionsvolumen betrug damit 500 Mio. €, wovon Praktiker nach Abzug aller Kosten 111 Mio. € als Nettoemissionserlös verblieben. Die Erstnotierung lag bei 14,90 €. Konsortialführer war die US-amerikanische Bank JPMorgan Chase…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch