Tobias M. Koerner, Senior Vice President „Go-to-Market“, und Pär Åström, President der Gardena Division – rechts im Bild mit dem neuen Akku-Multireiniger –, haben einen Rückblick auf das Geschäftsjahr gegeben.
Tobias M. Koerner, Senior Vice President „Go-to-Market“, und Pär Åström, President der Gardena Division – rechts im Bild mit dem neuen Akku-Multireiniger –, haben einen Rückblick auf das Geschäftsjahr gegeben.

Gardena

„Unser Zuhause ist in Süddeutschland“

Im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz hat Gardena einen Blick auf die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr geworfen und zugleich Neuheiten für die Saison 2024 vorgestellt. Außerdem bekennt sich der Hersteller zum Standort Deutschland. 

Minus 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – so lautet das Gardena-Umsatzergebnis für das erste Halbjahr 2023, das Divison President Pär Åström auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens präsentierte. „Es war ein komisches Gefühl, von einem starken Wachstum zu einem kleinen Defizit zu wechseln“, gibt Åström zu. Die wirtschaftlich schwierigen Zeiten habe man bei Gardena jedoch genutzt, um interne Strukturen anzupassen und sich neu aufzustellen (siehe dazu eigenen Bericht).

Außerdem wurden weitere Investitionen in die drei deutschen Produktionsstandorte getätigt: Automatisierte Verpackungsanlagen am Stammsitz in Ulm, 30 neue Spritzgussmaschinen in Heuchlingen (jetzt insgesamt 130) und eine vollautomatisierte Schleifzelle in Niederstotzingen – insgesamt hat das Unternehmen in den zurückliegenden fünf Jahren nach eigenen Angaben rund 130 Mio. Euro in die Werke investiert. „Der Platz hier in Ulm wird langsam eng, also müssen wir neue Ideen finden“, berichtet Lean Manager Florian Kaufmann. Dementsprechend ist eine Erweiterung des Standorts in Heuchlingen geplant – künftig werden die dort produzierten Kunststoffteile direkt weiterverarbeitet, statt wie bisher in Ulm montiert zu werden. Ein Abrücken vom Standort Deutschland kommt für Åström generell nicht in Frage, weder derzeit noch zukünftig: „Wir sind ein internationales Unternehmen mit internationalen Ambitionen, aber unser Zuhause ist hier in Süddeutschland.“

„Der Platz hier wird langsam eng“, merkt Lean Manager Felix Kaufmann bei einer Führung durch das Gardena-Werk in Ulm an.
„Der Platz hier wird langsam eng“, merkt Lean Manager Felix Kaufmann bei einer Führung durch das Gardena-Werk in Ulm an.

Stolz ist Gardena auch auf die Fortschritte bei den eigenen Nachhaltigkeitszielen. Der Mutterkonzern hat sich eine Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase für die Scopes 1, 2 und 3 um 35 Prozent bis zum Jahr 2025 (zum Vergleichsjahr 2015) gesetzt. Zum Halbjahr 2023 betrug die erreichte Reduzierung bereits 38 Prozent. Die Gardena Division hat hierzu mit einer Senkung ihrer Emissionen um 78 Prozent beigetragen, resümiert Hede-Marie Hauser, Vice President Program Office & Sustainability bei Gardena.

Im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit wird die seit 2018 bestehende Partnerschaft mit Unicef weitergeführt. Der Beitrag des Unternehmens werde bis Ende 2023 mehr als 290.000 Kindern und Familien den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen, wie Unternehmenssprecher Heribert Wettels zusammenfasst.

Zudem setzt Gardena für die Saison 2024 zwei besondere Vermarktungsschwerpunkte. Zum einen soll das bereits in diesem Jahr eingeführte Micro-Drip-­System zur Tropfbewässerung in Verbindung mit smarter Steuerung stärker in das Bewusstsein der Verbraucher gerückt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Lona Intelligence. Durch die KI-basierte Technologie lassen sich die Sileno-Mähroboter künftig individuell den Gärten anpassen. Die beiden Schwerpunkte seien auf den ersten Blick zwar sehr verschieden, beide hätten jedoch das Potenzial, den Markt zu verändern, ist sich Åström sicher.

Darüber hinaus ergänzen in der kommenden Gartensaison eine Reihe von Neuheiten das Sortiment. Insgesamt sechs Neuzugänge erweitern den Beitrag von Gardena zur „Power for All Alliance“ auf nunmehr 26 Akku-Geräte. Alle Neuprodukte stehen dabei im Zeichen der Sauberkeit im Garten.

Die Akku-Wand-Schlauchbox Power Roll bietet die von Gardena-Schlauchboxen bekannte Freiheit und Flexibilität. Neu daran: Per Knopfdruck wird der Schlauch automatisch und gleichmäßig aufgerollt – ermöglicht durch den einsetzbaren Akku. Möchte man keine Wandhalterung montieren, bietet die Terrassen-Schlauchbox Roll Up eine Lösung.

Die neue Akku-Schlauchbox rollt den Schlauch auf Knopfdruck selbst ein.
Die neue Akku-Schlauchbox rollt den Schlauch auf Knopfdruck selbst ein.

Eine einfache Reinigung rund um Haus und Garten versprechen der Akku-Multi-Reiniger Aqua Brush und die Akku-Fugenbürste Easy Weed.

Für die Pflege von Rasenkanten und den regelmäßigen Formschnitt von Sträuchern kommt die Akku-Gras- und Strauchschere Power Cut zum Einsatz.  

Das Gardena Cleansystem wartet ab der Saison 2024 mit komplett überarbeiteten Komponenten und neuen Anschlussgeräten für eine noch größere Anwendungsvielfalt auf – besonders hervorgehoben werden dabei die Kombinationsmöglichkeiten des wasserführenden Systems über den klassischen Gardena-Systemanschluss.

Gerade in gebückter Haltung vereinfacht die seitliche Einstellung das Befüllen der neuen Pop Up-Gartenabfallsäcke.
Gerade in gebückter Haltung vereinfacht die seitliche Einstellung das Befüllen der neuen Pop Up-Gartenabfallsäcke.

Für Komfort beim Aufräumen des Gartens sollen der überarbeitete Greifer 4in1 und die Gartenabfallsäcke Pop Up sorgen. Die Besonderheit der Säcke: sie haben eine halbhohe Einstellung für den Kofferraum sowie eine seitliche Einstellung, die das ­befüllen des Sacks mit dem Greifer oder im gebückten Zustand vereinfacht.

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