EM und E-Commerce

La Mannschaft zieht Kundschaft ab

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Wenn die Deutschen spielen, kaufen die Deutschen weniger im Netz. Foto: Pixabay
28.06.2016

Wenn Deutschland am Samstag bei der Fußball-Europameisterschaft im Viertelfinale gegen Italien spielt, dürften Online-Händler das gute Abschneiden des deutschen Teams auch mit einem weinenden Auge verfolgen: Denn wenn la Mannschaft spielt, bricht die Zahl der Online-Shopper im Schnitt um 34,6 Prozent ein. Dies zeigt eine Analyse der Social-Commerce-Gruppe Pepper.com.
Bei den drei Vorrundenspielen ist die Zahl der Online-Shopper gegenüber dem sonst für den Wochentag und die Tageszeit typischen Wert im Schnitt um 33,2 Prozent gesunken, beim Achtelfinalsieg gegen die Slowakei sogar um 38,9 Prozent.
Schlecht für den Online-Handel ist auch, dass das Fußballfieber viele Deutsche schon eine Stunde vor dem Anpfiff packt. Bereits 60 Minuten vor den Gruppenspielen geht die Zahl der Online-Shopper im Mittel um 10,5 Prozent zurück, eine Stunde vor dem Achtelfinale waren es 4,3 Prozent.
In der Stunde nach den Spielen greifen überdurchschnittlich viele Deutsche dann wieder zur Maus oder zum Smartphone, um online einzukaufen: Die Zahl der Besucher des Portals mydealz.de lag nach den Gruppenspielen im Mittel um 11,3 Prozent über dem typischen Wert, nach dem Achtelfinale immerhin um 3,8 Prozent.
Spiele ohne deutsche Beteiligung wirken sich kaum auf das Konsumverhalten aus. Umgekehrt verhalten sich die Kunden in Frankreich, Polen und Österreich bei den Spielen ihrer Mannschaften ähnlich.

Second screen in Großbritannien


Lediglich die Briten machen eine Ausnahme: Bei allen drei Gruppenspielen des englischen Teams sank die Zahl der Besucher des Portals hotukdeals.com nicht etwa, sondern stieg um durchschnittlich 2,0 Prozent. Beim Spiel England gegen Wales betrug das Besucherplus gegenüber dem für den Wochentag und die Uhrzeit typischen Wert sogar satte 14,4 Prozent.
Erklären lässt sich der Anstieg mit dem überdurchschnittlich hohen Anteil an britischen Verbrauchern, die online mithilfe mobiler Endgeräte einkaufen. Auf den "Second Screen" scheinen die Briten auch nicht zu verzichten, wenn parallel Fußball im Fernsehen läuft.
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