Heißes Thema

Stiftung Warentest findet Tropenholz in Grillholzkohle

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Die Herkunft von Grillholzkohle bleibt ein heißes Thema. Foto: Pixabay/Innsite_2
22.05.2019

Tropenholz in Grillholzkohle bleibt ein heißes Thema. Auch die Stiftung Warentest hat sich jetzt mit der Frage beschäftigt, wie viel Holz aus Raubbau in Grillkohle steckt. Die Tester haben den Inhalt von 17 Holzkohlesäcken analysiert. In fünf Säcken versteckte sich Tropenholz. Insgesamt gebe sich die Branche wenig transparent und verschweige oft Herkunft und Art der verwendeten Hölzer, kritisiert die Stiftung Warentest. Rund 233.000 Tonnen Holzkohle wurden 2018 nach Deutschland importiert.
In neun der 17 untersuchten Säcke waren weder Holzarten noch Herkunft angegeben - in fünf davon steckte Kohle aus dem tropischen oder subtropischen Raum. Ein Produkt führt Verbraucher in die Irre: Max Grill & Barbecue trägt ein FSC-Siegel, das die Kohle als nachhaltig und aus heimischen Wäldern ausweist. Tatsächlich besteht sie jedoch aus Tropenholz.
Aber auch Produkte aus europäischen Laubbäumen seien kein Garant für eine saubere Herkunft, zum Beispiel wenn sie aus der Ukraine stammen, wo es viel Korruption und illegalen Holzeinschlag gebe, warnt die Stiftung Warentest. Ihren Angaben zufolge beziehen knapp die Hälfte der Anbieter ihre Kohle zumindest teilweise aus der Ukraine.
Ihr Rat: Um Grillkohle-Raubbau zu meiden, sollte man ein Produkt wählen, auf dem Holzart und -herkunft angegeben sind und das ein Siegel trägt (FSC, Naturland, PEFC). Im Test erfüllte die Flamenco-Grill-Holzkohle am ehesten diese Kriterien. Der Test zur Herkunft von Grillkohle findet sich in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test.
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