Corona-Studie von EHI

Großteil der Kommunikationsabteilungen gut vorbereitet

Bei 55 Prozent der befragten Unternehmen gab es vor Corona bereits einen Krisenplan. 
Bei 55 Prozent der befragten Unternehmen gab es vor Corona bereits einen Krisenplan. 
15.09.2020

Corona hat die Kommunikationsabteilungen des Handels auf die Probe gestellt. Die meisten haben diese Herausforderung jedoch gut vorbereitet gemeistert, wie die EHI-Studie „Kommunikation in Zeiten von Corona“ ergab. Dazu füllten 31 PR-Verantwortliche deutscher Handelsunternehmen einen Onlinefragebogen aus. 55 Prozent der Befragten konnten demnach zu Beginn der Corona-Krise auf einen Krisenplan zurückgreifen und 10 Prozent hatten zumindest Teilprozesse der Krisenkommunikation in Szenarien beschrieben oder einen Krisenplan in Planung. 35 Prozent hatten keine vorbereiteten Pläne.

Mit 81 Prozent fand die Mehrheit der Krisenplan-Nutzer ihren Plan hilfreich, weil er ein strukturiertes Vorgehen ermöglicht und damit ein effizientes Krisenmanagement erleichtert hat. Allerdings war ein knappes Fünftel (19 Prozent) nicht von der Wirksamkeit vorbereiteter Maßnahmen überzeugt, weil jede Krise ihre Eigenheiten hat, auf die man individuell reagieren müsse.

Nahezu alle Handelsunternehmen (96 Prozent) haben einen Krisenstab eingerichtet, der in aller Regel aus Mitgliedern der Geschäftsleitung, Personalabteilung und Unternehmenskommunikation bestand. Bei 38 Prozent war die Finanzabteilung involviert oder bei einigen anderen Funktionsbereiche wie die Rechtsabteilung, die Logistik oder die IT.

Krisenkommunikation ist Chef-Sache

Für die Kommunikation mit Kundschaft, Dienstleistern und anderen externen Stakeholdern war maßgeblich (85 Prozent) die Unternehmenskommunikation zuständig, häufig (45 Prozent) in Kombination mit der Geschäftsführung. Wenn es um die eigenen Mitarbeiter ging, hat die PR-Abteilung nur bei knapp einem Fünftel der Unternehmen (18 Prozent) eine verantwortliche Rolle –nach der Personalabteilung (42 Prozent) und der Geschäftsführung (50 Prozent).

Flyer auf der Fläche

In Zeiten zumindest teilweise geschlossener Geschäfte nutzen die Handelsunternehmen das Intranet und E-Mails (je 69 Prozent der Nennungen) sowie Team-Meetings (46 Prozent), um ihre Belegschaft in den Filialen zu erreichen. Weitere Kontaktmöglichkeiten waren analoge Tools wie Briefe, Telefonkonferenzen, Aushänge, Flyer oder persönliche Gespräche, aber auch digitale Anwendungen.

Um der Besonderheit der Situation entsprechend auf mögliche wirtschaftliche oder auch gesundheitliche Ängste zu reagieren, haben die Unternehmen ihrer Belegschaft zahlreiche Dialogangebote gemacht. Die Palette reicht von Führungskräfte-Talks, anderen speziellen Ansprechpartnern in den Unternehmen oder auch externe psychologisch- oder arbeitsrechtlich-ausgebildete Personen, die konsultiert werden konnten.

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