35 Millionen Gebäude

Positives Echo auf die „Renovierungswelle“ der EU-Kommission

Die energetische Gebäudesanierung ist ein Bestandteil des Green Deal der Europäischen Union.Bildunterschrift anzeigen
Die energetische Gebäudesanierung ist ein Bestandteil des Green Deal der Europäischen Union.
19.10.2020

Die von der Europäischen Kommission vorgestellte Strategie für eine „Renovierungswelle“ stößt auf ein positives Echo bei so unterschiedlichen Beteiligten wie dem Hauptverband der deutschen Bauindustrie und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Der Plan geht davon aus, dass bis 2030 in Europa 35 Millionen Gebäude renoviert und bis zu 160.000 zusätzliche grüne Arbeitsplätze im Baugewerbe geschaffen werden könnten.

Auf Gebäude entfallen nach Angaben der Kommission rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in der EU und 36 Prozent der durch den Energieverbrauch bedingten Treibhausgasemissionen. Aber jedes Jahr wird lediglich 1 Prozent des Gebäudebestands durch Renovierungen energieeffizienter.

Die Bauindustrie bezweifelt jedoch, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen ausreichen, um die Umorientierung der europäischen Gebäudewirtschaft in Richtung Energieeffizienz zu bewirken. „Gebäudesanierung muss eine leicht erhältliche und leicht umsetzbare Maßnahme werden", betont Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands.

Gebäudesanierung muss leicht erhältlich und leicht umsetzbar werden
Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer Hauptverbands der deutschen Bauindustrie

Die DUH fordert nun die Bundesregierung auf, ihr Gebäudeenergiegesetz früher als geplant zu überarbeiten, also vor 2023. „Die Sanierungsstandards müssen hier dringend ambitionierter werden“, meint Paula Brandmeyer, stellvertretende Bereichsleiterin Energie und Klimaschutz. „Insgesamt muss mehr Augenmerk – und mehr Förderung – auf die Sanierung bestehender Gebäude gelenkt werden.“

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