Global DIY-Network

Giroldi gibt Video-Interview nach positivem Covid-19-Test

Sergio Giroldi gab das Interview per Video von Zuhause aus. Kurz zuvor war er positiv auf Covid-19 getestet worden.Bildunterschrift anzeigen
Sergio Giroldi gab das Interview per Video von Zuhause aus. Kurz zuvor war er positiv auf Covid-19 getestet worden.
22.10.2020

Obi-Chef Sergio Giroldi ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das wurde bei dem Interview bekannt, das er gestern, 21. Oktober 2020, auf der Plattform des Global DIY-Network gegeben hat. Per Video befragte ihn John Herbert, Geschäftsführer des internationalen Baumarktverbands Edra/Ghin, dessen Vorsitzender Giroldi ist.

Dabei dominierten zwei Themen: die Corona-Krise und die Digitalisierung. Giroldi berichtete von deutlich gestiegenen Umsätzen fast aller DIY-Händler als Folge der Pandemie, die den Homing- und Cocooning-Trend gestützt hat. Er lenkte den Blick außerdem auf die Beschaffungsseite: „Es ist an der Zeit, dass wir uns anschauen, wie wir unsere Produkte beschaffen“, sagte Giroldi. Dabei gehe es zum einen und die von den Kunden eingeforderten Aspekte wie Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit, zum anderen aber auch um die Regionalität. Obi jedenfalls arbeite daran, mehr und mehr bei regionalen Herstellern einzukaufen.

 Ich glaube fest an den stationären DIY-Handel
Obi-Chef und Edra-Vorsitzender Sergio Giroldi

Die Fragen nach den Auswirkungen der Digitalisierung nutzte Giroldi zunächst für ein mehrmals wiederholtes Bekenntnis zum Geschäftsmodell des stationären Handels. „Ich glaube fest an den modernen stationären DIY-Handel“, betonte er. E-Commerce-Plattformen dienten dazu, das stationäre Geschäft zu stützen.

Curbside Retailing kommt

Konkret treibt Obi seinen Worten zufolge das Angebot Click & Collect derzeit voran. So werden in den Märkten größere Abholzonen eingerichtet. Außerdem gibt es Pläne zum so genannten Curbside Retailing, also zu Abholstationen unabhängig von den bestehenden Märkten einzurichten.

In seinen Antworten machte Giroldi deutlich, dass das durch digitale Services ergänzte stationäre Geschäftsmodell im DIY-Markt große Vorteile gegenüber den Pure Playern des E-Commerce habe. Die Digitalisierung sei keine Antwort auf das Geschäftsmodell von Amazon, sondern eine Entwicklung innerhalb des DIY-Handels. „Ich betrachte Amazon niemals wirklich als meinen Hauptkonkurrenten“, sagte Giroldi.

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