Händlern fehlt das Geld für Investitionen

HDE fordert Digitalisierungsfonds

Viele Unternehmen haben infolge der Corona-Maßnahmen aktuell nicht genügend finanzielle Ressourcen, um in die eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren.  Bildunterschrift anzeigen
Viele Unternehmen haben infolge der Corona-Maßnahmen aktuell nicht genügend finanzielle Ressourcen, um in die eigene Zukunftsfähigkeit zu investieren.  
28.05.2021

Rund 60 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland können derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und der Corona-Maßnahmen nicht in Digitalisierung investieren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter mehr als 1.100 Händlern. „Angesichts von Umsatzausfällen von bis zu 80 Prozent und den Ausgaben für notwendige Hygienemaßnahmen in den vergangenen Monaten ist die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen in Gefahr“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die HDE-Umfrage zeigt, dass gerade mittelständische Handelsunternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 500.000 Euro auch für den Rest des Jahres pessimistisch sind. Demnach haben 40 Prozent dieser Betriebe für 2021 keine Investitionen geplant. Gleichzeitig halten aber mehr als 70 Prozent der Händler weitere Investitionen in die Zukunftsfähigkeit für wichtig.

Der HDE fordert deshalb für diese durch die Coronakrise in Not geratenen Handelsunternehmen einen Digitalisierungsfonds in Höhe von 100 Mio. Euro. Gleichzeitig betont der Verband erneut die Dringlichkeit für Änderungen bei den Corona-Hilfen für den Einzelhandel. Die Überbrückungshilfe müsse nochmals angepasst und verlängert werden und bei den Wirtschaftshilfen die Deckelung auf Bundes- und EU-Ebene wegfallen, damit auch größere Händler mit vielen Filialen eine spürbare Entschädigung für die Schließung der Geschäfte erhalten könnten.

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