Kritik an geplanten EU-Zöllen auf Schrauben

FDS warnt vor dauerhaft gestörten Lieferketten

Bei der Beschaffung setzen viele Schraubenhersteller auf Materialien aus China.(Quelle: Reyher)
Bei der Beschaffung setzen viele Schraubenhersteller auf Materialien aus China.
16.12.2021

Die Europäische Kommission beabsichtigt, einen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Schrauben und anderen Verbindungselementen aus Eisen und Stahl mit Ursprung in China zu erheben. Der Fachverband des Schrauben-Großhandels (FDS) kritisiert dieses Vorhaben. „Mit Zöllen von bis zu 86,5 Prozent auf chinesische Schrauben schafft die EU ein dauerhaftes Versorgungsproblem für die deutsche Wirtschaft und gefährdet die Herstellung von Produkten 'Made in Germany‘“, so Dr. Volker Lederer, erster Vorsitzender des Verbandes. Die so entstehende Versorgungslücke könne nicht durch ein Ausweichen auf Hersteller in Europa oder anderswo auf der Welt geschlossen werden, ist sich der FDS sicher. Die hohen Zölle träfen die deutschen Unternehmen zu einem Zeitpunkt, an dem sie bereits unter massiven Lieferproblemen litten, so die Kritik. Zusätzlich erschwerten laut dem Verband pandemiebedingte Arbeitsniederlegungen in Fabriken auf der ganzen Welt die Situation zusätzlich.

Nach Angaben der Kommission sollen die Zölle bis spätestens 17. Februar 2022 eingeführt werden. Zuvor werden die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten über die endgültige Maßnahme abstimmen, darunter auch die Bundesregierung.

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