Verbraucherstimmung im Oktober

Vorerst kein weiterer Absturz des Konsumklimas

Das Geld wird zusammengehalten. 
Das Geld wird zusammengehalten. 
27.10.2022

Nach der turbulenten Entwicklung in den vergangenen Monaten kann sich die Verbraucherstimmung im Oktober laut GfK – zumindest vorerst – stabilisieren. Während die Konjunkturerwartungen minimale Einbußen erleiden, legen die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung leicht zu. Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise gingen die Haushalte davon aus, künftig wesentlich mehr finanzielle Mittel für das Heizen aufwenden zu müssen, so die Konsumforscher. Dieses Geld fehle damit für andere Anschaffungen und entsprechend werde die Konsumneigung auch in den kommenden Monaten niedrig bleiben.

„Es ist momentan sicherlich zu früh von einer Trendwende zu sprechen. Die Situation bleibt für die Konsumstimmung sehr angespannt“, erklärt GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Die Inflation ist zuletzt in Deutschland auf zehn Prozent gestiegen, die Sorgen um die Sicherheit der Energieversorgung werden nicht geringer. Deshalb bleibt abzuwarten, ob die aktuelle Stabilisierung von Dauer ist oder angesichts des kommenden Winters eine weitere Verschärfung der Lage befürchtet werden muss.“

Die Verbraucher gehen laut GfK davon aus, dass Deutschland in eine Rezession rutschen wird. Experten bestätigten diese Einschätzung und prognostizierten, dass das Bruttoinlandsprodukt 2023 um etwa ein halbes Prozent zurückgehen werde.

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